Flucht und Vertreibung

Zitternde Bäuerinnen und Bauern sitzen in einem dunklen Raum. Es ist kalt, ihre Kleidung zerfetIch als Junge aus dem Jahr 1944zt. Sie unterhalten sich lebhaft, einige anwesende Kriegsgefangene sprechen Russisch untereinander. Seit Stunden verharren sie inzwischen in dem alten Raum, dessen Putz schon von den Wänden zu bröckeln beginnt.

Es klingelt. Stille. Eine junge Frau holt ihr Handy aus der Handtasche und sagt: “Nein, ich komme heute nicht, bin doch bei dem Dreh hier für die ARD. Das ist so’n Kriegsfilm, der heißt ‘Flucht und Vertreibung’, weißte, also ich komme dann nächste Woche erst wieder, ja.. ja.. gut. Tschüssi!”

Die Komparsen setzen ihre Unterhaltungen fort. Etwa 70 Darsteller sind schon in den Morgenstunden gekommen, um Flüchtlinge im TV-Drama “Flucht und Vertreibung” zu spielen. Ich dabei :P.

Viele haben sich auf den begehrten Plätze an den Propangas-Wärmern des kleinen Raumes im Schloss Börnicke bei Bernau eingefunden.

In der Nähe stehen Thermoskannen mit Wasser und lauwarmem Kaffee, den sich eine ältere Dame alsbald versehentlich auf den Rock schüttet. “Ick Kamel. Na jut, bin ja uff der Flucht, da kann ick ja ma kleckern!”, scherzt sie.

Das Warten will kein Ende nehmen. Endlich um 19:44 (hey, die Geschichte spielt 1944 :P) dürfen wir zum Dreh in eine alte Scheune.

…Rest folgt.

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Comments

Tolles Bild, besonders, wie Du das mit dem Schatten gemacht hast…

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