Über den Wolken…
…waren wir zwar nicht gestern, da ab einer Flughöhe von 3000 Metern die Verkehrsflieger im Anflug auf die Berlin Großflughäfen sind. Trotzdem war es ein unglaubliches Erlebnis, welches mir gestern geboten wurde.
Als wir gestern zum Feiern des 60. Geburtstags-Jubiläums einer Bekannten kamen, nahm mich Lutz, der Mann des “Geburtstagskindes”, völlig überraschend mit zum Flugplatz Strausberg, von dem aus wir von einem Piloten zu einem 35minütigen Rundflug über die sonnenerfüllte, brandenburgische Landschaft mitgenommen wurden.
Um 17 Uhr kamen wir zum Flugplatz Strausberg, von dem aus der Rundflug begann. Wir beobachtete einen Bentley, der auf das Rollfeld fuhr und sahen dann einen Mann aussteigen, der seinen Pivatjet betrat. Währenddessen war der Cessna-Pilot gekommen, er begrüßte uns und leitete uns zum Flieger, in dem wir nach kurzer Besichtigung Platz nahmen und uns anschnallten. Die Sonne schien bei klarem Himmel. “Das gibt gute Sicht”, prophezeite der Pilot. Auf der Startbahn wurde die Turbine dann auf Hochtouren gebracht, die Bremse löste sich, wir rollten los. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 Knoten (~ 120 km/h) hob die Maschine ab. Wir flogen los, zuerst in Richtung Harnekop, dort, wo die Geburtstagsgesellschaft fleißig am zelebrieren war. Die Schönheit der märkischen Landschaft wurde mir hier zum ersten Mal bewusst. Über Seen und Felder, Wälder und Naturlandschaften flogen wir, während der Pilot zu erzählen begann. Der Privatjet gehöre einem reichen Russen, 3000 Euro die Stunde ließe der sich das kosten. Er selbst habe erst 97/98 begonnen zu fliegen, meinte der Pilot in leicht klinsmännischem Dialekt, der - so empfinde ich es - mindestens seit der WM 2006 von vielen Menschen sicher positiv aufgenommen wird.
Schon waren wir über Harnekop. Der Pilot brachte die Cessna auf 300 Meter runter, da sahen wir schon die winzigen Punkte am Boden winken, ich fotografierte fleißig. Nach drei Runden über dem Haus (so ziemlich in der Mitte des Bildes) flogen wir weiter zum Flugplatz Neuhardenberg, wo Lutz früher bei den Segelfliegern war. Per Funk holte der Pilot eine Überflugerlaubnis ein, ging über dem Flughafen runter (ich dachte wir landen da), um dann voll durchzustarten und an Höhe zu gewinnen. Nach insgesamt 35 Minuten Flug landeten wir wieder in Strausberg.
Durch den Flug verstärkte sich mein Wunsch, eine PPL (Privatpilotenlizenz) zu erwerben, weil Technik und Aussicht beim Fliegen einfach atemberaubend sind. Ich werde demnächst ein Album in der Galerie einrichten.
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