MedienDisput: »Online never sleeps«

Gestern fand in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung Berlin (nahe des Potsdamer Platzes) der MedienDisput zum Thema „Online never sleeps“ bzw. der Zukunft des Journalismus’ statt.

Auf dem Podium saßen (mal v.l.n.r.) Sascha Lobo (Zentrale Intelligenz Agentur), Wolfgang Buechner (Stv. Chefredakteur Spiegel online), Katharina Borchert (Chefredakteurin WAZ-online), Hans-Juergen Jakobs (Chefredakteur Sueddeutsche Zeitung online), Peter Schink (Welt Online) und Thilo Trump (Web 2.0 Forscher, Result GmbH). Dr. Thomas Leif moderierte die Diskussion, er ist Chefreporter des SWR Mainz sowie Vorsitzender von „netzwerk recherche“.

Auf eine Berichterstattung verzichte ich aus Zeitgründen an dieser Stelle mal, das hat ⅸ bereits hervorragend getan.

Nach der Veranstaltung traf ich auch Phil, auch Ex-Moderator der just wieder in Verruf geratenen Readers Edition, und Hugo E. Martin (als »Berater« der Readers Edition mit ganz vielen »Visions« natürlich auch anwesend) begrüßte uns – doch ehe man sich versah, hatte er auch schon das Weite gesucht und ward nimmer mehr gesehen (Entschuldigung kam am 7. März via XING). Und auch eine gewisse Ulrike K. war im Publikum und stellte einige unpassende Fragen. Später fiel mir wieder ein, wo ich den Namen gehört hatte: Readers Edition.

Wen habe ich noch getroffen? Da waren zunächst Peter Schink, Markus Beckedahl und Christian Klass, dann hab‹ ich mich noch ablichten lassen mit Sascha Lobo und Katharina Borchert (die ich angesichts ihrer sonstigen Arbeit gemeinerweise oft nur auf diesen tollen Merkel-Vodcast reduziere). Ich entschuldige mich nochmals für die Unterbrechung beim Verzehr der Hirsesuppe ;)

Gesichtet habe ich auch noch Felix Schwenzel und später zu meiner großen Freude auch Michaela May, Chefkorrespondentin und Bloggerin für N24, deren Anblick mich sogleich an Horst Schlaemmers Attacke bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein erinnerte (damals aber noch für n-tv tätig).

Insgesamt war es (auch wenn nicht sonderlich kontrovers diskutiert wurde) eine nette Veranstaltung mit noch netterem Abschluss :)

Weitere Berichte auch hier und hier.

UPDATE: Dieser Beitrag hat eine illustre Lawine ausgelöst. Eine Chronik gibt’s hier zu lesen.

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Comments

Danke für die Information

Rupi

Durch Zufall stolperte ich über Ihren Kommentar. Offensichtlich haben Sie meine Fragen nicht verstanden.
Zur Nachhilfe:
– Produktion von Wissen in den Medien – Auswirkung der Quellenauswahl für die Produktion von Wissen in Medien – Findet die Welt für Redakteure nur noch im Internet statt/es gibt keine 100 % Internetnutzung in Deutschland und der Welt/Zugang von Bevölkerungsanteilen zum Internet und damit verbundene fehlende Abbildung im Netz und in den Medien – Veränderung des Denkens, Recherchierens und Schreibens durch die Nutzung von Internet als vornehmliche Recherchequelle

Wenn Sie zu einem intellektuellen Austausch über mediensoziologische Fragestellungen in der Lage sind, dann investiere ich Zeit in Sie. Falls Ihre intellektuelle Begrenzheit im Wege steht, so können Sie weiterhin schmähen, dafür verwende ich keine Zeit.

Mit freundlichen Grüssen
Ulrike K.
Journalistin

Welch Ehre, dass Sie sich hierher verirrten. Generell stehe ich ja Menschen mit einer E-Mail-Adresse von web.de eher spottend gegenüber, da ich aber durch einen Artikel ihrerseits vor längerer Zeit auf die Hintergründe zum Interessentennetzwerk des Berliner Presseviertels aufmerksam geworden bin, möchte ich Ihnen einer Antwort hier nicht schuldig bleiben.
Ich weiß: Sie Erfahrung, ich nicht. Was ich mir hier anmaße, eine Journalistin zu kritisieren.
Sehen Sie es in diesem Kontext: Ihre hier aufgeführten Punkte (die ohne Frage sehr interessant sind) haben Sie meines Erachtens auf der falschen Diskussionsveranstaltung in den Raum gebracht. Diskutiert werden sollte unter anderem: »Wie wird sich die Blogsphäre publizistisch entwickeln?«, »Wie wird sich der klassische Journalismus unter dem Druck vermehrter, qualitativ hochwertiger online-Angebote entwickeln?« etc.
Vielleicht sollte ich mich für meine Wortwahl entschuldigen, Gesprächen und Gedanken über die oben genannte Thematik wäre ich nicht abgeneigt.
Sehen Sie meine Worte also nicht als Beleidigung, sondern eher als Spiegelung des nach der Veranstaltung aufgekommenen Tenors.

Mit freundlichen Grüssen
Florian Siebeck
der sich anmaßt, Journalist zu sein

Sehr geehrter Herr Siebeck,

Ihr Niveau ist für mich uninteressant. Sie gehen immer noch nicht auf die Produktionsbedingungen von Wissen durch Online-Recherche und die damit verbundene begrenzte Abbildung der Realität ein. Ich hatte sehr gute Diskussionen auf der Veranstaltung, da gab es kein Verständigungsproblem, denn es gab direkte Kommunikation!
Schade, dass Sie diese soziale Fähigkeit nicht besitzen, direkt auf Personen, auf mich, zuzugehen oder für einen Journalist unabdingbar, direkt Fragen zu stellen, wenn Sie etwas nicht verstehen. Sie kritisieren nicht, sie »spotten«, das ist bedauerlich für Sie. Ich kommuniziere mit allen Emailadressen, wenn es die Recherche erfordert.
Es gibt auch keine falschen Frage auf falschen Veranstaltungen. Sie haben Sie immer noch nicht verstanden.
Wenn Sie die emotionale Reife haben, Menschen mit anderen Gedanken und Fragestellungen direkt anzusprechen, anstatt hinter meinem Rücken mit anderen gemeinsam zu spekulieren, was ich denn gemeint haben könnte und warum ich zu diesem Zeitpunkt genau diese Fragen stellte, dann bin ich gespannt.
Zu Frau Pidun kann ich mich nicht äußern, da ich nur 2 Mal bei RE mit ihr gerabeitet habe und sie ansonsten nicht kenne.
Viel Spaß beim Spekulieren, vermuten, annehmen, meinen… Ich mache Journalismus, so wie er im Pressekodex steht. Und dazu braucht man den Mut auf Menschen zuzugehen und die Bereitschaft, sich zu überprüfen, ob man richtig liegt oder falsch mit einer Annahme.

Frau K. (haben Sie eigentlich, bevor Sie auf diesen Beitrag gestoßen sind, nach sich gegoogelt?), Sie können mich zunächst einmal gern duzen. Wenn Sie mich dann noch im Kommentar durchgehend kritisieren, können Sie sich die formelle »Sehr geehrter …«-Floskel ersparen.

Ich weiß nicht, was Sie daran finden, mir ständig mangelnde Fähigkeiten (soziale Kompetenz, Reife, Neutralität, direkte Kommunikation, etc.) vorzuwerfen; ich verstehe doch Ihr Anliegen. Implizieren Sie mit der Bezeichnung meines Niveaus als »uninteressant« eine fehlende Höhe, um mit Ihnen anständig kommunizieren zu können?
Ich möchte aber, da es ja passieren könnte, dass der Zufall uns künftig zu welcher Gelegenheit auch immer zusammenzuführen vermag, etwas klarstellen: ich bin ein sehr direkter Mensch und hätte mit Ihnen direkt kommuniziert, hätte es sich nicht aufgrund der Tatsache, dass ich von meinem Sitzplatz aus Ihr Gesicht bzw. Aussehen nicht habe recht gut erkennen können, ergeben, dass ich sie beim nachträglichen Zusammensein nicht finden konnte (dank Web-Bildsuche weiß ich nun für das nächste mal, wie Sie ausschauen). Ich stand daher alternierend an verschiedenen runden Tischschen und aß mein Käsecroissant sowie meine Suppe.
Wie Ihnen vielleicht entgangen ist, schreibe ich auch mit Ihnen obgleich der Tatsache, dass Sie Inhaberin einer web.de-Adresse sind, da die Bemerkung, ich spottete nur über solche Menschen, lediglich (wenn auch unsachliche) Polemik darstellte. Ich habe auch nicht spekuliert, lediglich wiedergegeben, was ich an Stimmen vernahm. Dennoch bin ich dazu berechtigt, schreibe ich ja in meinem Blog nicht primär nach journalistischen Interessen; ich schreibe hier, wonach mir lustig ist. Wenn ich journalistisch arbeite (natürlich derzeit nicht in dem Umfang wie Sie es vielleicht tun) achte ich natürlich auch den Medienkodex und – oh, welch Einsicht – kommuniziere ich sogar mit web.de-lern.
Auch wenn Sie den Eindruck haben sollten, ich sei nur auf Streit aus oder meine »intellektuelle Begrenztheit« stünde zwischen Ihnen und mir (welch schönes Bild), zumal Sie im St. Oberholz auf dem gleichen Platz saßen wie ich seinerzeit, und da Gerd Stodiek, der Host der verlinkten Veranstaltung, mir noch aus RE-Zeiten in positiver Erinnerung geblieben ist, möchte ich mich gern mit Ihnen vertragen – falls dem Ihrer Meinung nach weiterhin etwas im Wege steht, lassen Sie mich es bitte hören.

In diesem Sinne, Florian Siebeck.

P.S: Wie kommen Sie zur Annahme, ich hätte Ihre Fragen »immer noch nicht verstanden«?

Sehr geehrter Herr Siebeck,

nein ich habe nich nach Ihnen gegoogelt, ich habe nach mir gegoogelt und fand Ihren Beitrag!
Ich schätze die Distanz durch das »Sie« und wenn Sie in den Wald hineinrufen mit Häme und Geringschätzung, dann bekommen Sie einen adäquate Antwort.
Ich war auch bei Käsecroissant, Wein und Suppe zum persönlichen Gespräch bereit. Deswegen gehe ich zu solchen Veranstaltungen. Bevor Sie lästern oder mit anderen Vermutungen über mich anstellen, kommen Sie doch und dann kann man diskutieren oder auch streiten. Das ist spannend!
Der Medienkodex gilt für mich nicht nur journalistisch oder verachten Sie Kant: was du nicht willst, dass man dir antut, das tue auch keinem anderen an? Oder dass GG, Art.1 Die Würde des Menschen ist unantastbar?
Ja, Sie vermitteln den Eindruck eines »Lästermauls«, denn auf meine inhaltlichen Fragen und Reflexionen haben Sie bis heute nichts geantwortet.
Ich habe keine Ahnung, wann ich mit wem im Oberholz war. Ich führe keine Liste. Offensichtlich haben Sie mich mehr im Blick als ich Sie. Ich hätte Sie mehr im Blick, wenn man mit Ihnen geistreiche, heiße und intellektuell anregende Debatten führen könnte. Doch damit sind Sie bis jetzt nicht positiv aufgefallen.
Bieten Sie intellektuellen Stoff, z.B. wo man Obdachlose ohne Handy und Web im Netz findet, um einen Reportage über sie zu schreiben. Ich finde die ausschließlich auf der Straße und nicht vor einem PC oder im Internetcafe. So viel zum Thema »Beschränktheit von Online, Blogs und Co.«
Und jetzt Herr Siebeck, gehe ich in die Sonne, dagegen kommt kein Blog und kein PC an, auch wenn Letztere zu meinem Arbeitsmitteln gehören – nur Arbeitsmittel, denn ich liebe die Sonnenstrahlen in meinem Gesicht und nächste Woche springe ich in den See, wenn es immer noch so warm ist. Das ist cool!

Da muss ich ja noch viele Findlinge weghieven, um an Sie zu kommen.

Ich fragte ja, haben Sie »nach sich gegoogelt« – warum sollten Sie mich googeln?
Und ich habe mich doch klar ausgedrückt: hätte ich Sie gefunden, hätte ich gern mit Ihnen eine eloquente Konversation geführt und ich habe nicht (ja? nicht.) über Sie gelästert bzw. mir das Maul zerrissen, weder T-Shirts mit dem Wahlspruch »Macht Ulrike K. fertig« verteilt noch eine Viralkampagne gegen Sie in Gang gesetzt. Sie sind tough, aber das gefällt mir.
Ich habe es doch eingesehen, ein Blick nach oben zeigt den durchgestrichenen Part, damit Sie mir nicht vorwerfen können, ich würde die Zeilen, die dies hier hervorriefen, einfach verwerfen und vorgeben, es sei nichts geschehen.
Verletze ich hier irgendwie Ihre Würde oder füge Ihnen Schaden zu, sodass Sie nachts nicht mehr schlafen können? Das war eine simple Meinungsäußerung, nicht mehr, nicht weniger.
Um zu wissen, von welchem Bild, dass Sie im St. Oberholz nunmal zeigt, ich spreche, genügt übrigens ein Klick an der richtigen Stelle (Link – ja, der ist nur fett und nicht unterstrichen, ich überlege noch wie ich Links in den Stylesheets endgültig festlege). All-Media in Berlin, da – hier, 10. März 2006.
Und war »Blog als Arbeitsmittel« jetzt ein Hinweis auf einen, den Sie betreiben oder sind Sie nur zu Recherche‑ und Informationszwecken in Klein Bloggersdorf unterwegs?
Natürlich besteht die große Gefahr, das Internet könne konventionelle Wege der Recherche beeinträchtigen und Journalisten dazu verleiten, »schlampiger« zu arbeiten. Es ist in der Lage, Blickpunkte zu verschieben und Themen auszugrenzen, ganz klar! Wir können meinetwegen hier die von Ihnen genannten Schwerpunkte rund um »Auswirkung der Quellenauswahl für die Produktion von Wissen in Medien«, etc. pp diskutieren, oder wir sehens uns mal irgendwo (keine Angst, ich komme DIREKT auf Sie zu, aber tendenziell eher wahrscheinlich ab Anfang Juli, da derzeit Abi).
Als »Lästermaul« und bedingt durch meine sich noch nicht entfaltete emotionale Reife sehe ich mich jedoch – damit wir uns noch treffen – gezwungen, Sie im Voraus auf eine Internetrecherche bezüglich Ihres geplanten See-Ausflugs hinzuweisen.
Und jetzt Frau K., gehe ich in den Garten und sonne mich nicht; ich werde Unkraut jäten und dabei an Sie und die große weite Welt dort draußen denken, an Obdachlose mit Blogs und Handys, Blogs von Obdachlosen und den Grund versuchen zu verstehen, warum Sie einfach nicht wollen, dass wir beide miteinander auskommen.

Anmerkungen: Das ist ein Jubiläumskommentar, er trägt die ID 500. Und: Aufgrund meiner (aber nur begrenzten!) intellektuellen Begrenztheit blieb mir zunächst verschlossen, dass Sie vermutlich hier o.g. Fragestellungen diskutieren wollten, ich hingegen das Ausmaß an Beleidigung und den Umgangston zwischen uns beiden («Sie Arschlosch« klingt vornehmer und höflicher als »du Arschloch«; nur eine allgemeine Anmerkung am Rande, sie richtet sich nicht gegen Ihre Person).

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