Besuch im Schlossgarten von Paretz

Ornithogalum nutans (Drooping Star-of-Bethlehem) in the Garden of Schloss Paretz in Potsdam

Am heutigen Ostersonntag besuchten wir das Schloss Paretz. Alljährlich blühen hier die Nickenden Milchsterne (den Wikipedia-Artikel gab’s noch nicht, deshalb habe ich ihn einfach geschrieben), ein Phänomen, das ein Grund mehr für viele Besucher, das kleine Dorf Paretz (ehemals Sommersitz von Königin Luise und König Friedrich Wilhelm Ⅲ) einmal zu besuchen.

Garden of Schloss ParetzDie Führung um das Thema »Nickender Milchstern« war – nett ausgedrückt – eher langweilig denn lehrreich (dafür kostenfrei), die Pflanzen allerdings haben mir sehr zugesagt. Rechterhand noch eine Impression aus dem Park. Leider war es wolkig, weshalb alle Bilder nicht so schön geworden sind, wie sie hätten aussehen können (mein Favorit oben), dennoch war es ein schöner, kalter Tag und ich habe wieder etwas gelernt. Nebenbei: ich habe von Bekannten gehört, die es sich zur Aufgabe gemacht hätten, nicht zu ruhen am Abend, bevor sie am Tage nichts gelernt hätten. Nach diesem Grundsatz lebe ich allerdings schon, solange ich denken kann und meines Erachtens lernt doch jeder täglich Neues – und sei es lediglich, dass man beispielsweise den Nachbarhund nicht anschielen sollte, weil er dann depressiv wird oder stirbt etc.

Was mich zu einem anderen Punkt bringt, zur so genannten Wissenskluft (diesen Begriff habe ich neulich aufgeschnappt), die eine sehr interessante Theorie darstellt, die man sich einfach nur mal durch den Kopf gehen haben lassen sollte (schon wieder so ein Habe-Sollte-Mache-Gefüge):

Der Input der Massenmedien in ein Sozialsystem lässt also das Wissen bildungsaffiener [...] Bevölkerungssegmente schneller steigen, als das bildungsferner Schichtsegmente.

Aber zurück zu den Nickenden Milchsternen (warum die so heißen, wüsste ich auch mal gerne, aber lat. Ornithogalum nutans): sie blühten dieses Jahr aufgrund der relativ hohen frühen Temperaturen bereits Ostern (zu Ostern heißt es nicht, das weiß ich seit Kurzem nach Bastian-Sick-Lektüre), und dazu noch alle auf einmal (sonst dauere das immer drei Wochen, war das einzig der Führung interessante Entnehmbare), was allgemein ein idyllisches Bild vermittelte. Wer die Milchsterne zum Anfassen erleben möchte, fährt jetzt noch schnell nach Paretz oder wartet bis Anfang Mai 2007, dann blühen sie regulär wieder im nächsten Jahr.

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Comments

:grin: Wie wär es denn mit an Ostern? :lol:

Kam auch vor, aber auch hier: das geht so nicht! :cry:

Schade, schade! :sad: :mad:

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