Gestrauchelte in der Deutschen Oper
Habe heute gestern (auf jeden Fall Sonntag) mit Matthias in der Deutschen Oper La traviata (zu deutsch: die Gestrauchelte, Verirrte) gesehen, wohl eine der bekanntesten und schönsten Opern der Welt. Es war sehr schön (auch wenn Elena Mosuc die erkrankte Stefania Bonfadelli ersetzte und der Alfredo sehr japanisch anmutete [achso, der war auch nur Ersatz, gerade gelesen] – der Atmosphäre hat’s nicht geschadet), wir saßen in der fünften Reihe, also direkt vorn beim Orchester. Es war einfach herrlich, außerdem erstaunlich international: Die etwas korpulente Dame links neben mir meinte zu mir, nachdem ich sie (aus welchem Grund auch immer) eine Zeit lang anstarrte anlächelte: “Wonderful singing, isn’t it?”, auch den Herrschaften in der vorderen Reihe schien es zu gefallen (”Me gusta!”). Die Vorstellung war ja auch ein OmÜ ([italienisches] Original mit [deutschen] Übertiteln) und hat so auch viele Italiener, die ich alle mit kleinen Berlusconis assoziierte, angezogen. Am Ende wollte eine begeisterte Zuschauerin ihrem Alfredo Wookyung Kim einen Blumenstrauß zuwerfen, der allerdings hat es nicht bis über den Orchestergraben geschafft und ist einem Musiker auf den Kopf gefallen, der ihn im Nachhinein dem Opernsänger zuwarf, woraufhin dieser ihn sichtlich erfreut an Elena Mosuc weiterleitete.
Ja. So war das, meine (richtige) Opern-Premiere. Mal sehen, wann die nächste Oper auf mich wartet. Nächste Woche werde ich erstmal der Gestrauchelte bei der Bio-Leistungskurs-Abiklausr sein ![]()
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Eigentlich hätte diese Aufführung ja den Namen “Der Gestrauchelte” verdient, denn unser asiatischer Held wäre um ein Haar beim Abgang auf dem Blumenteppich (den er zuvor selbst fabrizierte) zu Fall gekommen