25 Stunden Kurse, da bleiben mehr als 300 Stunden zum Ratzen und Essen und Leben!
Die erste Woche des fleißigen Studiums hier in Dieburg ist mittlerweile rum und ich bin ganz zufrieden mit meinen Kursen:
- Die Einführung in die Journalistik und den Online-Journalismus ist recht spannend und wirft skurrile Fragen auf – zum Beispiel: ist gzsz.de ein journalistisches Angebot?
- Das Seminar über Journalismus und Menschenrechte war zwar mit anfangs mehr als 90 Leuten etwas unübersichtlich, wird aber sicher ganz nett wenn dann die Gruppenarbeit angesagt ist, die sich so wie ich das verstanden habe über das ganze Semester zieht.
- Im Philosophischen Kolloquium werden jede Woche medienpolitische Sujéts diskutiert und wahrscheinlich so eine Mischung aus Politischer Weltkunde und Reli-Unterricht werden.
- Das Berufsfeld Online-Journalismus aus soziologischer Sicht ist mir noch etwas suspekt. Aber wenn ich mich in die Materie – sei es durch ein Referat oder eine Hausarbeit – einarbeite, wird das sicherlich.
- Englisch ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe: die Lehrerin entspricht vom Aussehen komplett dem Bild, was ich von Englischlehrerinnen habe. Das ist aber durchaus nicht negativ besetzt – und sie spricht British English, was sehr lobenswert ist!
- Die Textwerkstatt ist gut, weil man die Basics des Schreibens lernt und nebenbei auch Zeit für andere Dinge hat.
- Medienrecht ist der Kurs, mit dem ich mich am wenigsten anfreunden kann. Wilde Paragraphenschieberei und blinkende Powerpoint-Präsentationen neben sarkastischen Kommentaren sind nicht so ganz mein Fall.
- Der Lektürekurs ist da schon entspannter: wir lesen und besprechen Geschichten und journalistische Texte; dabei weniger unter dem Ansatz, wie wir etwas interpretierten als vielmehr unter dem Gesichtspunkt der eigenen Empfindung beim Lesen.
- Medienrecherche und –dokumentation kommt mir manchmal vor wie eine Dauerwerbesendung für die kommerzielle Suchmaschine Lexis Nexis. Aber wenn man sich erstmal reingefunden hat, kann man damit auch gut Inhalte finden und filtern, das will ich nicht leugnen.
- Wie Online-Produktionstechniken aussehen, lernen wir im gleichnamigen Kurs. Momentan eher einschläfernd, aber jeder hat ja mit ersten HTML-Versuchen klein angefangen.
- Le français des affaires wird von einer betagten Französin gelehrt, gerade mal 12 Leute sind wir im Kurs. Macht aber Spaß.
- In Spanisch werde ich hoffentlich mein Vokabular erweitern können – ein Zimmer bestellen, nach der nächsten Apotheke fragen und zu berichten, wie mir etwas gefällt, kann ich ja schon dank der Spanisch-AG in der Schule.
- Einführung in Social Software gibt es als Mammutvorlesung an zwei Tagen jeweils drei Mal pro Semester. Das ist der einzige Kurs mit einem Wiki zur Organisation und auch sonst ganz anders: wir bloggen und diskutieren und befassen uns mit der heutigen Online-Welt. Und mein Blog profitiert auch davon.
Soweit also der Blick auf die Wahl meiner Kurse – etwa 25 Stunden pro Woche füllt das aus. Ich habe in dieser Woche viel gemampft und wenig geratzt. Das muss anders werden – aber in den kommenden Tagen habe ich aus diversen Gründen sowieso nur ganz wenige Stunden. Da bleibt viel Zeit zum ausgewogenen Schlafen. Endlich, schlafen! Wie ich das als Kind unterschätzt habe. Und essen. Als Student kann man ja richtig das Leben genießen. Ich muss weinen.
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