Pinnwandbekanntschaft

Gerade las ich im studiVZ auf meiner Pinnwand:

Pinnwandeintrag auf meinem Profil

Das machte mich stutzig. Das hat noch nie jemand geschrieben (ja, das rührte mich). Der Name Hans Puttnies kam mir bekannt vor, aber verbinden konnte ich damit nichts. Mitglied im studiVZ seit dem 3. Januar 2008. Eine Google-Recherche ergab: Puttnies war aktiv in der Studentenbewegung, fotografierte für den »Spiegel«, schrieb für die FAZ und war Creative Director für Barbie-Werbung (eine durchaus beachtliche Mischung). Die Vorstellung von Hans Puttnies auf den Seiten des Fachbereichs hatte ich mir vor einigen Monaten schon einmal durchgelesen, daher kannte ich wahrscheinlich auch den Namen. Ich fand schon seinen Vorstellungstext im studiVZ bemerkenswert und will ihn hier in voller Länge aufführen:

Ich arbeite am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt als Professor für Medienkultur. Aber so wenig wie das Studium ein individueller Zug der anderen hier ist, so wenig charakterisiert mich der Beruf, von dem ich lebe.
Eigentlich bin ich ein Autor und Fotograf, der sich vor allem für das Spannungsverhältnis von Erleben und Speichern, Interaktion und Transmission, Körper und Kunst interessiert. Ich führe praktisch kein Privatleben.
Seit vielen Jahren schreibe und fotografiere ich, und zwar nicht für mich, sondern in einer Art distanzierender Gestaltung des Flüchtigen, das mir im Augenblick bedeutsam erscheint. Fragmente für einzelne, irgendwann, statt Geschichte, die immer für viele Sinn machen muß.
Zu studiVZ bin ich gestoßen, weil mich ein paar Studenten hierher eingeladen haben. Ich denke auch, dass man in der Community präsent sein sollte, in der man sich sonst so bewegt. Und das ist bei mir immer noch die h_da.

Nicht nur seine Fotos, die er im studiVZ hochgeladen hatte, fand ich beachtlich – auch die Bildunterschriften. Teils Anekdoten, teils einfach schöne Worte, die ich wahrlich nicht gefunden hätte. Unter einem seiner Fotos (am besten vorher betrachten) stand geschrieben:

Ich glaube, es war Stefan etwas peinlich, als ich uns im Spiegel einer Toilette des Ordenshauses der Jesuiten fotografierte, und er hat das Bild auch nie gesehen. Wir nahmen an einer Tagung von Nachwuchsliteraten teil, die sich in Schülerzeitungen hervorgetan hatten. Wenig später kürzte er einen Text von mir radikal zusammen, und ich rief ihn wütend an. Mit Deiner kalten Haltung, prophezeite ich ihm, kannst Du nur Chefredakteur des „Spiegel“ werden. Er lachte nicht mal. Er wurde es.

Das warf mich um. Ich wollte wissen, ob man auch als Online-Journalismus-Student die Ehre hat, von ihm unterrichtet zu werden. Leider noch nicht – „die Kollegen im neuengroßen Fachbereich kommen erst sehr langsamauf Schmusekurs“.

Schade. In der nächsten Woche aber treffe ich mich mit ihm in seiner Fotobibliothek auf dem Campus. Mich übermannt gerade eine unbeschreibliche Freude, die mir etwas unheimlich ist. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Und das soll etwas heißen.

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Comments

Verwirrend. Heute gleich in zwei Kommilitonen-Blogs von besagtem Herrn gelesen.
vgl. http://diegosch.twoday.net/stories/4661570/

Aaah! Das sollte doch noch niemand lesen, ist doch noch nicht fertig geschrieben!

Na dann jag die Beiträge halt nicht übern Feed… ;)

Das ist ja immer so eine Sache. Ich klickte eigentlich auf ‘Private’, um schonmal zu sehen ob das Lightbox-Plugin auch bei Links auf externe Bilder funzt. Ich vergaß: Wenn man ‘Publish’ drückt und nicht ‘Save’, geht der ‘Private’-Status verloren. Jetzt weiß ich’s. Wieder.

[…] THE FLORIAN TIMES wrote an interesting post today on PinnwandbekanntschaftHere’s a quick excerpt Gerade las ich im studiVZ auf meiner Pinnwand: Das machte mich stutzig. Das hat noch nie jemand geschrieben (ja, das rührte mich). Der Name Hans Puttnies kam mir bekannt vor, aber verbinden konnte ich damit nichts. Mitglied im studiVZ seit dem 3. Januar 2008. Eine Google-Recherche ergab: Puttnies war aktiv in der Studentenbewegung, fotografierte für den »Spiegel«, schrieb für die FAZ und war Creative Director für Barbie-Werbung (eine durchaus beachtliche Mischung). Die Vorstellung von Hans P […]

Ja, es gibt schon sehr interessante Profs an unserem Campus - dann wünsche ich dir mal viel Spaß und eine angeregte Konversation ;)

Gratuliere dir für so viel Aufmerksamkeit. Du machst ja auch wirklich tolle Fotos.
Deine Mutter :-)

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