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	<title>floriansiebeck.com &#187; Text</title>
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		<title>&#8220;Gute Absichten nimmt dir hier niemand ab&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 13:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor 17 Jahren gr&#252;ndete Melody Zhang eine Organisation f&#252;r Waisenkinder in China. Im Interview erkl&#228;rt sie, warum es nicht leicht ist, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen &#8211; und das Krisenjahr 2009 nicht besser h&#228;tte laufen k&#246;nnen

Frau Zhang, vor wenigen Jahren wussten ja noch nicht sehr viele Menschen in China, dass es Waisenkinder gibt &#8230;
&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 17 Jahren gr&uuml;ndete Melody Zhang eine Organisation f&uuml;r Waisenkinder in China. Im Interview erkl&auml;rt sie, warum es nicht leicht ist, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen &ndash; und das Krisenjahr 2009 nicht besser h&auml;tte laufen k&ouml;nnen<br />
<span id="more-230"></span><br />
Frau Zhang, vor wenigen Jahren wussten ja noch nicht sehr viele Menschen in China, dass es Waisenkinder gibt &hellip;<br />
<em>&hellip; und daran hat sich bis heute nichts ge&auml;ndert. Die Regierungsstatistik spricht von mehr als einer halben Million, aber mitbekommen tut man das nicht.</em></p>
<p>Und Sie?<br />
<em>Ich war jung und wollte eine erfolgreiche Journalistin werden. An einem Tag im Jahr 1992 stie&szlig; ich im Rahmen meiner Recherchen auf ein Waisenhaus &ndash; und war geschockt. Dieser Tag ver&auml;nderte mein Leben. All meine Ziele, meine beruflichen Perspektiven, waren mir pl&ouml;tzlich nicht mehr wichtig. Wie, dachte ich dann, k&ouml;nnte ich meinen Beitrag leisten, um diesen Kindern ein besseres Leben zu erm&ouml;glichen? Also gr&uuml;ndete ich eine Hilfsorganisation, der ich mich seitdem vollkommen verschrieben habe.</em></p>
<p>Und das ging so ohne Weiteres?<br />
<em>Einfach war es wahrlich nicht. Man muss sich zuerst beim Staat registrieren, aber gute Absichten nimmt dir hier niemand ab. Warum, sagen sie, w&uuml;rde jemand der Gesellschaft etwas Gutes tun wollen, ohne ein Eigeninteresse dahinter zu verfolgen? Das ist eine Einstellungssache innerhalb der Gesellschaft, nicht nur die Beh&ouml;rden denken so. Ich hatte vorher in Amerika studiert in dort die Organisation &#8220;Children&#8217;s Hope International&#8221; mitgegr&uuml;ndet, aber als ausl&auml;ndische NGO in China kann man es gleich vergessen. Also gr&uuml;ndeten wir hier das &#8220;Children&#8217;s Hope Working Committee&#8221; &hellip;</em></p>
<p>&hellip; das unter der &ldquo;Association of Social Work&rdquo; firmiert &ndash; einer Regierungsinstitution.<br />
<em>Im Grunde genommen nennen sie die &#8220;Association of Social Work&#8221; auch NGO, es ist aber keine. Es ist eine der in China weit verbreiteten &#8220;GONGOs&#8221; &ndash; Regierungs-Nichtregierungs-Organisationen. Sie ist ein Arm der Regierung, geh&ouml;rt dem Ministerium f&uuml;r Inneres. Die Leute, die da arbeiten, bekommen Geld von der Regierung, aber die Arbeit machen wollen sie nicht. Da kommen wir ins Spiel. Wir sagen: &#8220;Gebt uns die Arbeit! &ndash; und gebt uns die Legitimation!&#8221; Also gaben sie uns die Legitimation. Von au&szlig;en gesehen weist unser Land ja mittlerweile starke kapitalistische Z&uuml;ge auf. Es geht ums Geld. Es geht um das Individuum. Aber das politische System ist immer noch ein anderes; die Regierung will die Kontrolle nicht verlieren. NGOs brauchen eine Regierungs-Schale, gerade wenn es um Fragen wie die Finanzierung geht.</em></p>
<p>Weil Sie dann Geld von offizieller Seite bekommen?<br />
<em>Das nicht &ndash; aber weil wir Spenden annehmen d&uuml;rfen. Die Leute haben dann keine Vorbehalte mehr und sagen: &#8220;Ihr sammelt Spenden und werdet von der Regierung anerkannt, dann vertrauen wir euch&#8221; &ndash; wobei ich sagen muss, dass wir wohl auch sammeln w&uuml;rden, wenn wir es nicht d&uuml;rften. Es geht hier einfach nur um Kontrolle. Die Regierung sagt: Das Geld in euren Taschen geh&ouml;rt uns, und was ihr spendet wollen wir auch gern wissen. Wir haben hier kein System wie in anderen L&auml;ndern. Da macht dir die Regierung zwar nicht gleich den Geldtopf auf, aber sie steht dir wenigstens nicht im Weg. Und hier muss man allein f&uuml;r die Registrierung als Hilfsorganisation schon mehrere Tausend Dollar zahlen. Es gibt inoffiziell &uuml;ber 760 000 NGOs in China &ndash; das Geld daf&uuml;r haben die wenigsten.</em></p>
<p>Woher hatten Sie es?<br />
<em>Wir haben uns als NGO erst 2001 registriert &ndash; vorher waren wir eine reine Adoptions-Agentur. Viele Eltern hatten uns gleich mit Geldgaben bedacht und unsere Projekte gef&ouml;rdert. Es ist schier unm&ouml;glich, Geldgeber zu finden, wenn man nicht gekannt wird. Aber wenn man schon l&auml;nger zusammenarbeitet oder sich kennt, ist gleich eine Vertrauensgrundlage geschaffen. So haben wir im Laufe der Zeit auch viele regelm&auml;&szlig;ige Spender gefunden. Das braucht nat&uuml;rlich seine Zeit, aber nach 17 Jahren haben wir eine solide Grundlage geschaffen. Wir brauchen ja nicht viel. Vielleicht 20 Dollar im Monat von einem Spender oder mal 1000 f&uuml;r ein Projekt oder 700 f&uuml;r eine Operation. Mehr nicht. Das klingt jetzt wieder zu einfach &ndash; aber uns setzt ja niemand ein Ziel, niemand sagt: &ldquo;Ihr m&uuml;sst pro Jahr 10 000 Kindern helfen.&rdquo;</em></p>
<p>Wievielen Kindern helfen Sie?<br />
<em>Das ist schwer z&auml;hlbar. Zur Adoption haben wir etwa 3600 Kinder vermittelt bis heute, aber wir helfen ja nicht nur denen, sondern auch Kindern, die es vielleicht nicht mehr schaffen, eine Familie zu finden. Waisen sind ja nicht wie andere Kinder, deren Eltern ihnen vielleicht einen Privatlehrer bezahlen oder ein Studium erm&ouml;glichen k&ouml;nnen. Wir helfen beim Lernen, bilden aus, geben Rat in Gesundheitsfragen und bieten allgemein unsere Hilfe an. Aber es gibt zu viele Kinder in den Heimen, wir k&ouml;nnen nicht allen helfen. Allein im Waisenhaus in Shanghai leben &uuml;ber 1200! Die werden gerade von j&uuml;ngeren Eltern abgegeben, die in den Industriest&auml;tten um die Stadt arbeiten und sich ein Leben mit Kind nicht leisten k&ouml;nnen &ndash; oder ein M&auml;dchen zur Welt gebracht haben.</em></p>
<p>Ein M&auml;dchen?<br />
<em>Seit mehreren tausend Jahren &ndash; ab der Zeit von Konfuzius &ndash; leben viele Familien nach der Tradition, dass ein Junge den Namen der Familie weitertr&auml;gt. Viele schwangere Frauen sind einem enormen Druck ausgesetzt, wenn sie keinen Jungen geb&auml;ren. Viele Familien auf dem Land brauchen einen Mann, der mit anpackt, wenn sie alt werden. Frauen heiraten und ziehen in der Regel zur Familie des Ehemanns, das ist mitunter ein ganz anderes Dorf und nach der Hochzeit sieht sich die Familie nur noch ein- oder zweimal im Jahr. Diese Vorstellung f&auml;llt vielen Menschen auf dem Land schwer &ndash; etwa 98 Prozent aller Waisenkinder sind M&auml;dchen. Doch seit die Regierung vor vier Jahren die Steuern f&uuml;r Landwirte gesenkt hat und sich pl&ouml;tzlich der Bildung der J&uuml;ngeren annimmt, k&ouml;nnen auch M&auml;dchen zur Schule gehen. Wenn jetzt noch das Gesundheits-System auf Vordermann gebracht wird und Kinder mit Erbkrankheiten vor Ort behandelt werden k&ouml;nnen, wird die Zahl der ausgesetzten Kinder wohl weiter fallen &ndash; denn Babys mit Behinderung werden noch immer sehr oft bei uns abgegeben.</em></p>
<p>Weil die Eltern keine Zeit haben, sich um sie zu k&uuml;mmern?<br />
<em>Weil die Eltern nicht wissen, was das ist, was das Kind da hat. Fast drei Viertel aller Waisen haben eine Gaumenspalte oder Herzfehler &ndash; gerade Familienangeh&ouml;rige der &auml;lteren Generationen denkt da gleich an den Teufel. Aus der Provinz Hunan erhielten wir einen Anruf von einer Mutter, die ein Kind mit Gaumenspalte geboren hatte, ihre Schwiegereltern waren v&ouml;llig au&szlig;er sich und schrieen: &#8220;Ein Monster! In dem Kind steckt ein Monster!&#8221; Wir leben zwar im 21. Jahrhundert, aber diese alten Gedanken werden, zumeist auf dem Land, noch heute weitergetragen. Wir haben auch viele Aids-Waisen in unserer Obhut. In der Henan-Provinz, wo sich in den neunziger Jahren fast eine Million Bauern bei der Blutabnahme mit dem HI-Virus angesteckt haben, sind viele Kinder vollkommen auf sich allein gestellt, weil sie beide Elternteile verloren haben.</em></p>
<p>Wie vermitteln sie denen neue Eltern?<br />
<em>Wir helfen beim Zusammenstellen der Dossiers f&uuml;r die neuen Eltern &ndash; viel Papier muss ihm Laufe der Adoption gesammelt werden: Lebenslauf, Vorstrafenregister, Gesundheit, Finanzen, Psyche. Die Daten legen wir dann dem &#8220;China Center for Adoption Affairs&#8221; (CCAA) vor, das unter dem &#8220;Ministry for Civil Affairs&#8221; arbeitet. Viele Wahlm&ouml;glichkeiten haben die Eltern nicht: Sie k&ouml;nnen sich sich das etwaige Alter unter 26 Monaten aussuchen, das Geschlecht und ob es gesund ist oder Einschr&auml;nkungen wie zum Beispiel eine Gaumenspalte oder angeborene Herzfehler hat. Nachdem das CCAA die Unterlagen durchgesehen und akzeptiert hat, bekommen die Eltern eine Empfehlung von der Regierung mit drei oder vier Fotos des Kindes, einem medizinischen Gutachten, Wachstumstabelle, sie bevor sie nach China fliegen. Wenn sie das Kind akzeptieren, schreiben sie einen Best&auml;tigungsbrief und bekommen eine Einladung. </em></p>
<p>Und wieviel kostet das insgesamt?<br />
<em>Eltern aus den USA zahlen etwa 5000 bis 6000 US-Dollar, plus Reisekosten und einer Spende an das Waisenhaus. Aber vor allem kostet die Prozedur Zeit und Nerven. Viele Eltern sind zwar wohlhabend, aber nicht unbedingt geduldig &ndash; und geben auf. Nachdem sie das Dossier abgegeben haben, m&uuml;ssen sie oft fast drei Jahre warten. 2006 wurden etwa 8000 Kinder adoptiert, im folgenden Jahr fiel die Zahl auf 5000 und ist bis heute weiter r&uuml;ckl&auml;ufig.</em></p>
<p>Kommen denn auch Kinder, die erfolgreich vermittelt werden, irgendwann zur&uuml;ck nach China?<br />
<em>Schon fr&uuml;h wollen viele Eltern ihren Kindern deren Wurzeln n&auml;herbringen, um sie daran zu erinnern, wo sie herkommen und wie schwer es ihre leiblichen Eltern hatten. Sie fahren nicht nur zum Waisenhaus und in die Geburtsstadt, um die Nannys, Direktoren oder Pflege-Eltern wiederzusehen, sondern auch nach Beijing, Xi&#8217;an oder Chengdu, um die Geschichte des Landes zu begreifen. Viele Eltern lernen zusammen mit ihren Kindern Chinesisch. Einige von denen sind jetzt selbst schon erwachsen, verheiratet oder haben Kinder. Dann kommen sie manchmal zur&uuml;ck, um ihre leiblichen Eltern zu finden oder den Ort zu besuchen, an dem sie ausgesetzt wurden &ndash; Marktpl&auml;tze, Krankenh&auml;user oder Landstra&szlig;en. Viele wollen Kindern mit einem &auml;hnlichen Schicksal helfen, und arbeiten dann eine Zeit lang als Freiwillige in unseren Einrichtungen.</em></p>
<p>Wenn Sie auf Ihre 17j&auml;hrige Geschichte zur&uuml;ckblicken: War 2009 f&uuml;r Sie ein gutes Jahr?<br />
<em>Ein besseres Jahr als 2009 h&auml;tten wir uns gar nicht w&uuml;nschen k&ouml;nnen. Wenn materielle Werte in der Krise verschwinden, versuchen die Menschen, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und obwohl es in China noch immer schwierig ist, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, und obwohl die wirtschaftlichen Zeiten h&auml;rter werden, helfen die Menschen Kindern in Not &ndash; weil sie etwas Gutes tun wollen und erkannt haben, dass ein Leben nur um des Daseins willen nutzlos ist.</em></p>
<p>(Melody Zhang ist Mitgr&uuml;nderin von &#8220;Children&#8217;s Hope International&#8221; und Vorsitzende des &#8220;Children&#8217;s Hope Working Committee&#8221;, das 2001 in China eingetragen und 2007 in &#8220;Child Welfare League of Association of Social Work&#8221; umbenannt wurde.)</p>
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		<title>Die Schwarzverk&#228;ufer</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 16:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Feierabend f&#228;ngt die Arbeit f&#252;r Li Wei erst an. Wenn es dunkel wird &#252;ber Beijing, macht er sich auf mit seinem Rad nach Wudaokou, im Schlepptau aberhunderte von Nachdrucken ber&#252;hmter Bilder Monets, Portraits von Marilyn Monroe und Audrey Hepburn, Abbildungen rosetfarbener Katzen und kaffeebraun befellter Hundewelpen.

Am Tage ist Li Wei Hausverwalter einer Wohnsiedlung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Feierabend f&auml;ngt die Arbeit f&uuml;r Li Wei erst an. Wenn es dunkel wird &uuml;ber Beijing, macht er sich auf mit seinem Rad nach Wudaokou, im Schlepptau aberhunderte von Nachdrucken ber&uuml;hmter Bilder Monets, Portraits von Marilyn Monroe und Audrey Hepburn, Abbildungen rosetfarbener Katzen und kaffeebraun befellter Hundewelpen.<br />
<span id="more-1"></span><br />
Am Tage ist Li Wei Hausverwalter einer Wohnsiedlung, aber nachts widmet er sich dem Verkauf seiner Nachdrucke, die je nach Gr&ouml;&szlig;e f&uuml;nf bis zehn Ku&agrave;i kosten. Er verkauf illegal, denn Steuern zahlt er nicht; neben ihm reihen sich andere St&auml;nde auf mit Kleidern, Bauchg&uuml;rteln, Accessoires, Haustieren. Eine lukrative Gelegenheit, nach der Arbeit noch etwas Geld dazu zu verdienen. In den Stra&szlig;en um den Bahnhof Wudaokou pulsiert das Leben. Die zwei gr&ouml;&szlig;ten Universit&auml;ten des Landes sind gleich in der N&auml;he, besonders junge Menschen zieht es hier hin, ins &raquo;Koreanerviertel&laquo;.</p>
<p>F&auml;llt der Blick von Weis Stand auf die andere Stra&szlig;enseite, leuchten dort die gro&szlig;en Konsumtempel, in denen Konfektionsware der h&ouml;heren Preisklassen feilgeboten wird. Das eigentliche Gesch&auml;ft aber spielt sich auf dem Gehweg ab. In Spitzenzeiten stehen dort bis zu 30 Autos, die Kofferr&auml;ume zu n&auml;chtlichen W&uuml;hltischen umfunktioniert. In j&uuml;ngster Zeit vermehrt auch Wagen der gehobenen Mittelklasse: Wenn es dem Unternehmen schleht geht, wenn die L&ouml;hne gek&uuml;rzt werden &ndash; wenn die Ausgaben f&uuml;r Wohnung, Auto und Familie aber stagnieren oder steigen &ndash; ist die M&ouml;glichkeit, einen illegalen Stand zu er&ouml;ffnen, oft eine kleine Rettung im Alltag. Manch Angestellten steht die Scham ins Gesicht geschrieben, wenn sie aus Geldnot ihr Eigentum in Teilen verkaufen m&uuml;ssen. Oft sind es die Frauen, die ihre M&auml;nner ermutigen, Gefallen an der Situation zu finden und keine Scheu zu haben, vielleicht eines Tages auch Freunden oder Bekannten als Verk&auml;ufer gegen&uuml;ber zu stehen.</p>
<p>Heute steht nur ein alter Volkswagen Santana auf der Promenade, das Polizeiaufgebot gegen den illegalen Handel hat zugenommen in den letzten Wochen. R&uuml;ckbank und Beifahrersitz des Wagens dienen als Ladefl&auml;che, aus dem Kofferraum bedient sich die neue Bildungselite an modischen Leggings. Pl&ouml;tzlich ein Schrei. Hastig scheucht der Verk&auml;ufer die Kundinnen weg, wirft die Schilder ins Auto, knallt den Kofferraum zu, den Rest erledigt die Zentralverriegelung. Ratlos in einigen Metern Entfernung stehen die rum, die eben noch im Kofferraum gew&uuml;hlt hatten, und bewegen sich erstmal nicht. Die Beamten des sich n&auml;hernden Polizeiwagens herrschen den Verk&auml;ufer an: &raquo;Machen Sie, dass Sie hier wegkommen. Und die Pappe vom Nummernschild runter!&laquo;</p>
<p>Die Situation f&uuml;r die Beh&ouml;rden ist aussichtslos; die Verk&auml;ufer auf frischer Tat zu ertappen schier unm&ouml;glich. Bis die Polizei sich den Weg gebahnt hat zu den Verk&auml;ufern, sitzen die meist schon in ihrem Auto, die T&uuml;ren verriegelt, und gucken aus dem Fenster. Sind die Autos erstmal verschlossen, kann die Polizei nichts tun, au&szlig;er sie ziehen zu lassen. Wie den Leggings-Verk&auml;ufer.</p>
<p>Der illegale Handel erfreut sich gro&szlig;er Beliebtheit, bei K&auml;ufern und H&auml;ndlern gleicherma&szlig;en, denn Flohm&auml;rkte sind rar in Beijing, oft kosten sie Geld und sind auf Antiquit&auml;ten beschr&auml;nkt. Mitunter, sagen die illegalen Verk&auml;ufer hier, kann so ein Abend auf der Stra&szlig;e ein Abendessen im Restaurant oder das Fernsehen zu Hause auf angenehme Art ersetzten. F&uuml;r manch einen ist das Hobbyverk&auml;ufer-Dasein zu einer neuen Existenzgrundlage geworden; eine neue Art des Nachtleben ist es f&uuml;r andere. Viele Verk&auml;ufer hoffen, bald legal aus dem Kofferraum verkaufen zu d&uuml;rfen, ohne sich um Steuer-Abgaben oder eine Gewerbe-Anmeldung k&uuml;mmern zu m&uuml;ssen &ndash; ausrotten lassen wird sich der illegale Handel auf der Stra&szlig;e wohl eh nicht. In Guangzhou im S&uuml;den des Landes wurden bereits Pilotprojekte gestartet, die den illegalen Handel in bestimmten Stra&szlig;en legalisieren und f&ouml;rdern.</p>
<p>Li Wei kann von der Beijinger Polizei indes nicht belangt werden. Er steht auf der anderen Stra&szlig;enseite. &raquo;Die Gegend hier ist in drei Verwaltungsbezirke unterteilt &ndash; und f&uuml;r den, in dem wir gerade stehen, sind diese Polizisten nicht zust&auml;ndig, also lassen sie uns in Ruhe.&laquo; So verkauft er noch einige Stunden seine Nachdrucke, bis er schlafen geht, um am n&auml;chsten Morgen wieder aufzustehen und wie jeden Tag zur Arbeit zu gehen.</p>
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		<title>&#187;Wenn man von der Sonne spricht, so scheint sie&#171;</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 06:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Sonne des Sommers in Trondheim versinkt, ist der Mond schon lange aufgegangen. Mitternacht, da f&#228;ngt es an zu d&#228;mmern, und mehr passiert auch nicht, bis die Sonne wieder aufgetaucht ist, hinter dem Fjord, &#252;ber Trondheim. Im S&#252;den, eine Tagesreise entfernt, liegt Darmstadt, im Norden der Polarkreis, Fahrzeit zw&#246;lf Stunden.


Eine kleine Stadt, und doch: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Sonne des Sommers in Trondheim versinkt, ist der Mond schon lange aufgegangen. Mitternacht, da f&auml;ngt es an zu d&auml;mmern, und mehr passiert auch nicht, bis die Sonne wieder aufgetaucht ist, hinter dem Fjord, &uuml;ber Trondheim. Im S&uuml;den, eine Tagesreise entfernt, liegt Darmstadt, im Norden der Polarkreis, Fahrzeit zw&ouml;lf Stunden.<br />
<span id="more-60"></span><br />
<img src="http://shared.floriansiebeck.com/flo.si/work/trondheim.jpg" alt="Trondheim" /></p>
<p>Eine kleine Stadt, und doch: Norwegens drittgr&ouml;&szlig;te, umgeben von W&auml;ldern, 168 000 Einwohner, ein F&uuml;nftel Studenten. Nah am Hafen ist Trondheim recht belebt, besonders nachts um drei, wenn die Sonne scheint. Wenn die letzten Studenten vor die T&uuml;r gesetzt werden, weil die Clubs jetzt schlie&szlig;en &ndash; da wei&szlig; der unge&uuml;bte Dunkelmensch aus Darmstadt nicht wohin mit dem Schlaf, ihm ist eher nach Aufstehen zumute. Der Nachtschock.</p>
<p>Auch Ray steht da, auch er hat gefeiert. Es ist Donnerstag, besser: war Donnerstag, und da ist wie in Darmstadt Ausgehtag. In den meisten Clubs ist der Eintritt frei, das Bier kostet nur die H&auml;lfte. Zum Vortrinken, dem so genannten &bdquo;Vorspiel&ldquo;, trifft man sich ab 22 Uhr. Der Alkohol ist teuer und wird zum Gro&szlig;teil nur im staatseigenen &bdquo;Vinmonopolet&ldquo; verkauft. Der billigste Wein kostet neun Euro. So ist es immer noch popul&auml;r, wenn auch nicht ganz ungef&auml;hrlich, Alkohol selbst zu brennen, oder nach Schweden zu fahren, um dort billiger einzukaufen.</p>
<p>Das Vorspiel ist bei durchschnittlichen sechs Euro pro Glas Bier in Clubs f&uuml;r die Norweger unumg&auml;nglich, doch am Donnerstag kostet es im &bdquo;Downtown&ldquo; am Hafen nur 2,30 Euro. Man zahlt &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; mit Kreditkarte, wie auch sonst alles. &bdquo;Die Musik ist beschissen, die Leute sind beschissen, aber man kann einfach nicht anders, als ins Downtown zu gehen, am Donnerstag, bei den Bierpreisen&ldquo;, sagt Ray. Viele, die jetzt die Promenade bev&ouml;lkern, sind betrunken &ndash; kn&uuml;lle k&ouml;nnte man sagen, doch das hei&szlig;t &bdquo;ficken&ldquo; in Norwegen.</p>
<p>Um in die Clubs eingelassen zu werden, muss man oft &auml;lter als 23 sein. Alternative Clubs und Kneipen gibt es in Trondheim kaum, die meisten sind deutsche Gro&szlig;raumdiscos in klein. Die Frauen sind selbst f&uuml;r den Sommer mit nordischer Sonne zu stark gebr&auml;unt, die Musik ist laut, House wechselt sich mit norwegischen Popsongs ab. Zum Rauchen geht man wie in Darmstadt nach drau&szlig;en. Doch die Norweger haben uns etwas voraus: Snus, Oraltabak unter der Oberlippe. Der mit Salz versetzte Tabak steckt im kleinen Teebeutel und enth&auml;lt ungef&auml;hr so viel Nikotin wie eine Zigarette. Mindestens eine halbe Stunde l&auml;sst man ihn im Mund. In der gesamten EU &ndash; mit Ausnahme von Norwegen und Schweden &ndash; ist der Verkauf von Snus verboten.</p>
<p>Nicht lange dauert es, da ist die Promenade menschenleer. Halb vier. Auch Ray ist nach Hause, nach Moholt, gefahren, dem gr&ouml;&szlig;ten Studentenwohnheim in der Stadt. Knapp acht Euro w&uuml;rde die kurze Nachtbusfahrt kosten &ndash; genauso viel wie ein g&uuml;nstiger D&ouml;ner in Trondheim &ndash; ein Semesterticket gibt es nicht. Fast jeder Student hat deshalb ein Fahrrad, und wer keines hat, der &bdquo;leiht&ldquo; sich eines &uuml;ber Nacht. Nicht umsonst ist Trondheim die Stadt mit dem weltweit ersten Fahrradlift, der &bdquo;Sykkelheisen Trampe&ldquo;.</p>
<p>Froh sollte man sein, die Stadt so vor sich liegen zu haben, etwas verbraucht zwar, aber ohne die Pauschaltouristen, die kurz vor der k&uuml;rzesten Nacht des Jahres scharenweise aus den Luxuslinern in die Innenstadt gesch&uuml;ttet werden, um sie abzufressen. Nachts schlafen sie brav und nur die M&ouml;wen laben sich noch an den &Uuml;berresten des vergangenen Tages. Sightseeing bei Nacht, wenn die Stille erwacht &ndash; warum nicht. Hell ist es ja.</p>
<p>Darmstadt und Trondheim sind schon lange verschwistert. Und es ist erstaunlich, wie viel Vertrautes es bietet, das Darmstadt des Nordens unter dem Polarkreis. Beide St&auml;dte tragen den Titel &bdquo;Wissenschaftsstadt&ldquo;, haben technische Universit&auml;ten mit Renommee, haben Lui und Olav, das Schloss und die Festung. Nur einen richtigen Fluss, den hat Darmstadt nicht, ganz zu schweigen vom Meer, den Kronjuwelen und &ndash; man untersch&auml;tze das nicht &ndash; einer gro&szlig;en Schokoladenfabrik.</p>
<p>Nur unweit vom Hafen liegt das Zentrum der Stadt. Dem Darmst&auml;dter Touristen wird es in Trondheim an nichts fehlen: Der &bdquo;Olav Torvet&ldquo; ist ein kleiner Luisenplatz &ndash; am Tage Anlaufstelle der umliegenden Dorfjugend; mit Luisencenter (&bdquo;Trondheim Torg&ldquo;) und Haltestellen s&auml;mtlicher Buslinien der Stadt.</p>
<p>Ludwig hei&szlig;t in Trondheim also Olav. Als die Wikinger im elften Jahrhundert das Christentum nach Norwegen brachten, stieg er &ndash; zu Lebzeiten &bdquo;der Dicke&ldquo; genannt &ndash; auf zum K&ouml;nig und lie&szlig; alle nicht freiwillig Konvertierten k&ouml;pfen. Er wurde gehasst, floh sp&auml;ter ins Exil nach Russland und kam mit einem Heer zur&uuml;ck. Das half ihm nichts; er starb kurz darauf in der legendarischen Nacht in der<br />
Schlacht von Stiklestad.</p>
<p>Niemand wollte Olav begraben. Und so wurde er &ndash; nachdem seine Leiche einige Tage ged&ouml;rrt hatte &ndash; in einer hellen Augustnacht in der Nidelv (Darmbach) versenkt. Zahlreiche Wunder sollen fortan geschehen sein, und genau ein Jahr nach seinem Tod &ndash; so die &Uuml;berlieferung &ndash; sei Olavs unversehrte Leiche mit rosigen B&auml;ckchen und vollem Haar an der Oberfl&auml;che getrieben. </p>
<p>Olavs Gr&auml;ueltaten waren vergessen, er wurde heilig gesprochen, und jedes Jahr zum Olavsfest trugen vierzehn M&auml;nner den mit Juwelen verzierten Silbersarg durch Trondheim. Wo seine Gebeine heute liegen, kann niemand mehr sagen &ndash; die Statue zu seinem Gedenken aber steht noch immer auf dem Platz, dem Olav Torvet. Gleich in der N&auml;he, auch ihm gewidmet: der Nidorasdom, Norwegens Kulturschatz, die Kr&ouml;nungskathedrale der Herrscher des Landes.</p>
<p>Auf dem anderen Ufer liegt der Campus &bdquo;Gloshaugen&ldquo; der Universit&auml;t NTNU (Norwegian University of Science and Technology). Die Geb&auml;ude sind so zusammengew&uuml;rfelt, dass man meinen k&ouml;nnte, die pr&auml;gendsten Elemente aus Hogwarts, dem Glaskasten und der Tristesse des Campus Dieburg seien hier kunstvoll arrangiert worden. Viele der Studenten kommen nach Trondheim, um schwimmen zu gehen. Radzufahren. Zu Wandern. Im Winter kann man auf Skiern zur Uni fahren. Viele der Studenten leben in Moholt, unweit vom Campus, einer Mischung aus Karlshof und Wohnheim Nieder-Ramst&auml;dter Stra&szlig;e. F&uuml;r ein Zimmer in einem der Backsteingeb&auml;ude zahlt man ungef&auml;hr 330 Euro, daf&uuml;r teilt man sich mit drei anderen Mitbewohnern K&uuml;che und Bad.</p>
<p>F&auml;hrt man von Moholt aus ins Tal, kommt man ins Viertel Bakklandet. Hier stehen alte Speicherh&auml;user, und als in Darmstadt erste Planungen f&uuml;r die Nordostumgehung begannen, wollte man auch hier das Stadtviertel zugunsten einer Autobahn vernichten. Und man h&auml;tte es fast getan, w&auml;re die Stadt nicht am Widerstand der Trondheimer gescheitert. </p>
<p>Etwas weiter durch die Altstadt kommt Svartlamon. Abseits der Touristenstr&ouml;me liegt ein alternatives Viertel, das ein wenig Berlin-Friedrichshain-Flair verspr&uuml;ht. Hier lebt Anne aus Deutschland mit ihrem Freund. Als Au-Pair kam sie vor f&uuml;nf Jahren in den S&uuml;den des Landes &ndash; und blieb. Dann ging die 24-J&auml;hrige nach Trondheim, um Soziale Arbeit zu studieren. &bdquo;Ich bin hier viel gl&uuml;cklicher als in Deutschland&ldquo;, sagt sie. An das fehlende Licht im Winter habe sie sich l&auml;ngst gew&ouml;hnt. Am Tag arbeitet Anne beim Roten Kreuz und f&uuml;hrt deutsche Touristen von Kreuzfahrtschiffen durch Trondheim: &bdquo;Die kommen meist nur kurz vom Schiff herunter und werden dann in zwei Stunden mit dem Bus durch die Stadt gekarrt.&ldquo;</p>
<p>Knapp 200 Menschen wohnen in Svartlamon, das wie eine Mischung aus Studentenwohnheim und Bauwagenplatz wirkt. &Uuml;ber neue Bewohner wird bei regelm&auml;&szlig;igen Treffen gemeinsam entschieden;  es gibt kleine L&auml;den, Caf&eacute;s und einen Kindergarten. Jeden Montag ist f&uuml;r wenige Stunden die &bdquo;Gratis Butikken&ldquo; ge&ouml;ffnet, ein Laden, in dem man Sachen abgibt oder einfach kostenlos mitnehmen kann. &bdquo;In den 90er Jahren sollte das alles hier abgerissen werden, aber die Bewohner hatten die H&auml;user besetzt&ldquo;, erz&auml;hlt Anne. Die Stadt musste einlenken.</p>
<p>Unweigerlich f&auml;llt der Blick her&uuml;ber aufs Wasser, auf den ehemaligen U-Boot-Bunker, den Hitler im Zweiten Weltkrieg nach Pl&auml;nen von Albert Speer im Fjord bauen lie&szlig;. F&uuml;nf Jahre, von 1940 bis 1945, war Trondheim von deutschen Truppen besetzt. Bei der &bdquo;Operation Weser&uuml;bung&ldquo; sollte eine Marinebasis in &bdquo;Neu Drontheim&ldquo; entstehen. 30 000 Deutsche sollten dort wohnen, im Verlauf des Krieges wurde der Bau jedoch eingestellt. &bdquo;Sprengen kann man den Bunker nicht, sonst w&uuml;rde alles im Umkreis von einem Kilometer zerst&ouml;rt werden&ldquo;, sagt Anne. &bdquo;Deshalb hat man das Staatsarchiv dort untergebracht.&ldquo;</p>
<p>Bleibt die Frage, warum gerade Trondheim seit 1968 eine der Partnerst&auml;dte Darmstadts ist. Das aber wei&szlig; selbst der Partnerstadtbeauftragte der Kommune Trondheim, Gerhard Dalen, nicht. Frisch ist er im Amt, seine Stelle gibt es erst seit Anfang 2009. &bdquo;Vielleicht kannten sich die B&uuml;rgermeister oder eine Organisation hat den Ansto&szlig; dazu gegeben&ldquo;, mutma&szlig;t er. &bdquo;Im Archiv der Stadt habe ich nichts gefunden.&ldquo; Dalen stammt urspr&uuml;nglich aus dem S&uuml;den Norwegens, auch er hat den Nachtschock in Trondheim erlebt: &bdquo;Ich war gerade im Garten und wollte danach die Sp&auml;tnachrichten um 23 Uhr schauen&ldquo;, erz&auml;hlt Dalen, &bdquo;als ich dann ins Haus ging, hatten wir pl&ouml;tzlich drei Uhr nachts. Ich hatte vollkommen die Zeit vergessen.&ldquo; </p>
<p><strong>Nachtrag. Aus einer Diplom-Arbeit, die im B&uuml;ro f&uuml;r St&auml;dtepartnerschaften in Darmstadt vorliegt, hei&szlig;t es:</strong></p>
<blockquote><div class="blockquote_extender"><span>&lsquo;</span></div><p>
Die ersten Kontakte zwischen Trondheim und Darmstadt sind 1964 auf<br />
pers&ouml;nlicher Ebene entstanden. Der damalige Darmst&auml;dter<br />
Oberb&uuml;rgermeister Dr. Ludwig Engel hat, bedingt durch die Heirat seiner Tochter, Trondheim besucht und Gefallen an der norwegischen Stadt<br />
gefunden. (&#8230;) Zur eigentlichen Partnerschaft zwischen Darmstadt und Trondheim hat 1967 der damalige deutsche Au&szlig;enminister Willy Brandt einen wichtigen Beitrag geleistet. Willy Brandt ist 1933 von Deutschland nach Norwegen ausgewandert, um dort die deutsche Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus zu unterst&uuml;tzen.  Seine Kontakte zu Norwegen hat er aufrechterhalten und Beziehungen wie die zwischen Darmstadt und Trondheim konnten auch Dank seiner Unterst&uuml;tzung aufgebaut werden.</p></blockquote>
<p><em>Mit Anke Schuhardt. Erschienen im Buch <a href="http://flo.si/projects/nachts-in-darmstadt">nachts in darmstadt</a>.</em></p>
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