About abstrakt

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Dieses Profil (eher eine unendliche Geschichte mit dem, was mir so einfällt) wird nur erweitert, später unzutreffendes einfach gestrichen. Um Authentizität zu wahren. Außerdem hasse ich solche Steckbriefe. Daher: Fließtext. Viel Spaß (liest eh niemand). Ich bin - wie man sehr wahrscheinlich der Domain entnehmen kann - Florian Siebeck. Viele nennen mich auch Flo. Andere nennen mich Dicker, FloSi oder Flori. Als “penibler Gärtner” wurde ich auch schon mal bezeichnet. Ich mag Crêpes, Eierkuchen, Kaiserschmarrn, sowas in der Art halt. Und Buttermilch. Am liebsten mit Erdbeer-Geschmack. Ich weiß nicht, ob das alle können oder ich da was besonderes bin, aber wenn’s sich anbietet “schiele” ich gern mit einem Auge, während das andere weiter geradeaus schaut. Schokolade! Hätte ich fast vergessen - Schoki ist natürlich auch sehr lecker, ob weiß, mit Traube/Nuss oder zartbitter. Gern hätte ich einen Flugschein (für Ultraleichtflugzeuge), dazu fehlen mir aber noch die nötigen 4000 €uro. Womit wir beim Geld wären - ich bin Single und komme daher sehr gut mit meinem “Einkommen” (Taschengeld, Arbeit) aus. Allerdings wird meine nächste Anschaffung erstmal eine Canon EOS 20D sein, wenn die durch den Führerschein draufgegangene Knete wieder erarbeitet auf dem Konto ist. Kann mir jemand sagen, warum mein “Bambus” von IKEA so gelb wird? Bemerke ich grade. Shit. Achso, ich sammle Kakteen und Bierdeckel. Auf dem Albrecht-Dürer-Gymnasium besuche ich die 13. Klasse, d.h. in einem halben Jahr - ABI. Ich habe mal bemerkt, dass viele Leute an das Ende von irgendnem langweiligen Text schreiben “Danke, dass ihr das alles gelesen habt bis hier” - das kann man aber auch lesen, wenn man nur den Anfang und das Ende liest. Daher mittendrin: Schön, dass Du bis hier gelesen hast. Oder Sie. Ist ja noch nicht Web 3.0, dass dann hier steht, dass ich weiß wer Sie sind. A pro pos: Wer sind Sie bzw. wer bist Du eigentlich? Wäre nett zu wissen, wehr hier meine geheimsten Offenbarungen liest. Weiter im Programm. Also geboren wurde ich als Kind einer Familie mit zwei Kindern (aufmerksame Leser wissen nun: ich habe einen Bruder, gut - bzw. einen Geschwistermenschen. Ist aber ein Bruder. Älterer.) im Ostteil Berlins einige Monate vor dem Mauerfall. Ich mag es nicht, Rechtschreibfehler zu begehen oder Texte zu sehen, in denen ein Rechtschreib-Frevler am Werk war (neulich gesehen: “Ihr undanckbaren” oh oh oh…). Grade singen Lady Marmelade “Voulez-vous coucher avec moi?” im Lautsprecher. (Anm.: beim Bandnamen stelle ich mir immer Menschen vor, die in Marmelade baden) Umschalten. Am liebsten höre ich nämlich Klassik, sonst auch Jazz. Schön sind deshalb Klassikradio (www.klassikradio.de) und nicht zu vergessen (!) radio eins (www.radioeins.de), sowieso die besten Sender in ganz Berlin (wenn nicht Deutschland). Verbieten sollte man Kiss FM (oder man hört’s einfach nicht) oder den Lieblingssender meiner Mutter “Berliner Rundfunk 91.4″ - schrecklich! Gedudel. Ohrenschmerz. Lustig - heute in der Zeitung gelesen: die Birkenstock (Sandalen-Tante samt Firma) ist pleite. Pech, aber nebenbei: es gibt auch Harzer Käse einer Firma namens Birkenstock. Man sollte mehr für den Umweltschutz tun. Das musste auf jeden Fall rein ins Profil. Soviel dazu, ich rauche auch nicht und bin für ein generelles Rauch-Verbot in ganz Deutschland, also nicht nur in öffentlichen Einrichtungen, sondern auch auf der Straße, auf Veranstaltungen im Freien, etc. Mathe mag ich nicht und ich messe 1,75 Meter. Wo wir bei der Größe sind, gleich einige Grüße an alle die ich mag und auch an die, die ich nicht leiden kann. Wobei, die seien weniger gegrüßt. Auch an Dich, Leser, viele Grüße. Grüße - Grün - das passt. Grün ist meine Lieblingsfarbe. Ich habe schon mal einen Zehn-Liter-Eimer Ketchup kaputt gemacht, aus versehen aber. In meinem Zimmer steht ein Ventilator. Mein Telefon nutze ich gern und ausgiebig, da es über eine Freisprech-Funktion verfügt. Pro Tag schreibe ich mehrere E-Mails, und fotografieren tu ich gern bei spektakulärem Himmel, wenn die Sonne dann noch scheint - wunderbar! Sonntags kann ich sogar kostenblos telefonieren. Seit einiger Zeit auch samstags und an Feiertagen. Mein Lieblingsbilderbuch ist ohne Zweifel “THE EARTH” von vmb Publishers, das habe ich mir in Kalifornien in sowas wie der METRO dort für 11$ brutto gekauft. Sensationell, diese Bilder. Ungefähr 740 Seiten hat der Bildband. 256 Zentimeter im Quadrat misst jede Seite. Also 16 Zentimeter Länge/Breite pro Seite. Das macht abzüglich Textseiten so 18500 Quadratzentimeter atemberaubende Landschaftsaufnahmen. Sollte man sich unbedingt zulegen. Im Buch ist auch ein Bild des Peyto Lake im Banff Nationalpark in Alberta (Kanada) zu sehen. Das gleiche Motiv habe ich inzwischen zwei mal bei Flickr gesehen. Das selbe? Das gleiche? Mmh. - egal, Flickr ist auf jeden Fall toll, schon allein aufgrund der einfachen Handhabung (Zauberwort: AJAX) und den bis auf wenige Ausnahmen vielen netten, sympathischen Leuten dort. Irgendwie ist sowieso schöner mit älteren Menschen zu reden, als mit welchen beispielsweie in meinem Semester (es gibt natürlich positiv hervorstechende Ausnahmen, die hier wissen, dass sie gemeint sind). Irgendein Erwachsener sagte mal zu mir: “Es ist schön, sich mit Dir zu unterhalten. Du bist so intellektuell.” (Denkpause) Ach, schön sind auch die Wartezeiten am Set, wenn ich einen Dreh habe. Da sind meist ebenfalls nette, aufgeschlossene (ältere) Menschen, die viel zu erzählen haben. Es ist interessant, sich Lebensgeschichten von älteren, vielleicht auch erfahreneren Menschen anzuhören. Vielleicht komme ich darauf später noch zurück. Obwohl ich mich stundenlang aufregen könnte über “diese Jugend heutzutage”. Mal schauen. Neulich habe ich gesehen, dass Angela Merkel sich einen Globus ins Büro anschaffte, als erste Amtshandlung. Weise Entscheidung. Sie wisse manchmal nicht, wo Länder liegen und wie groß sie seien. Das gefällt mir, mit der Weltkugel. Sie isst übrigens gerne Gemüse statt Obst. Nun sagt man ja, von Politikern solle man nicht so viel erwarten, ihnen nicht alles abkaufen. Stimmt schon. Aber Angela Merkel ist mir im Laufe der Zeit sympathisch geworden. Menschlich, nicht so oft politisch. Bei menschlich sollte ich noch sagen, dass mein Lieblings-BILD-Watchblog der bildlog.de ist, wenn es denn noch einen anderen gibt. Der “IKEA-Bambus”-Trieb steht jetzt in einer Vase, den unteren Teil habe ich entsorgt, da er verfault war. Hoffentlich bilden sich Wurzeln. Einige Blätter, vormals fast gelb, füllen sich meiner Auffassung nach wieder mit Chlorophyll. Manchmal male ich in der S- oder U-Bahn Websitedesignskizzen in meinen Terminkalender. Eine PayBack-Karte besitze ich nicht. Ich habe schon mal einen Zauberwürfel verdreht, wieder richtig bekommen habe ich bis heute keinen einzigen. Warum heißt das Deo, was hier gerade steht, eigentlich 8×4? Steht sicherlich irgendwo. Aber Spekulationen sind manchmal schöner als die Wahrheit. Oh Gott, jetzt musste ich nachdenken was 8×4 ist. Peinlich. 32. Da muss ich an Anne denken, keine Ahnung warum. Hallo Anne. Ah, hier steht’s - “die optimale Kombination eines hochwirksamen Deodorants und modernen hochwertigen Düften”. Können Düfte modern sein? Neulich erzählte mir Anna, sie habe ein Torten-Studio gesehen. Diese ganzen Neologismen. Dabei ist Neologisus doch selbst einer. Nicht? Oreos schmecken lecker. Gibts aber hier nicht. In Maßen genießen, also alle paar Jahre im Urlaub wird sowieso besser sein. Vielleicht kann man mit diesem Text bald ein ganzes Buch füllen. Reizend. Ist es in der Toscana wirklich so schön, wie es in den Prospekten heißt? Giraffe. Warst Du bzw. waren Sie (Web 3.0 lässt weiterhin auf sich warten) eigentlich schon mal in den Kew Gardens? Auch schön da, ich kam ja sogar umsonst rein, ein Dank an die Kassiererin. Ich habe übrigens heute (15. August ‘06, schade - jetzt verliert der text das Zeitlose) ein neues Wort erfunden: sushen. Gibt’s soweit ich weiß noch nicht. Von nun an also nicht “Wir gehen Sushi essen”, sondern “Wir gehen sushen”. Klingt auch viel exklusiver. Heute habe ich mir Fragen notiert, deren Antworten ich gern wüsste. Zum einen wüsste ich gern, ob Lieder von Katie Melua durstig machen oder ob das am Bahn-Fahren liegt. A pro pos: habe gerade einen Fragebogen durchgestöbert, den ich vor einem jahr mal ausfüllte. Titel: “500 Fragen”. Ein Extrakt. (36) Was war die verrückteste Idee die du bisher in deinem Leben hattest? Nach Neukölln in eine Schule zu gehen. (131) Dreh deinen Kopf um 60 Grad nach rechts und um 30 Grad nach unten! Was siehst du? Unordnung. (149) Was war für dich die größte Überraschung in deinem Leben? Leben. (188) Was ist dein Lieblingszitat? Illegal ist, wenn man erwischt wird. [Tatort] (202) Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben? Ich. (203) Gehst du alleine ins Bett? Nein, mit Kopfkissen und Bettdecke. (224) Wenn du jemanden liebst, würdest du auch einen neuem, der NICHT diesen ‘größer kleiner’ Vorrausetzungen erfüllt??? Du solltest an Deiner Grammatik üben. (234) Nenne etwas, was du mal wolltest, dich aber nicht getraut hast?? Herrn K. seine Tr. ins Gesicht hauen. (259) Cool oder sofft?? Deine Rechtschreibung lässt wieder zu wünschen übrig. (350) Was ist dein Lieblings-Kurzer?? (z.b. Feigling, Quicky) Herr Hoffmann. (371) In welchen Situationen redest du besonders viel?? Nach Mitternacht. (391) Was war der letzte Satz, den du zu deinen Eltern gesagt hast??? Ja, gleich. (446) Hast du dich schon einmal mit einem Lehrer angelegt??? Ja (war das schön!). Soweit zum Questionnaire, wie es auf gut Französisch heißen will. Neulich stellte ich abermals eine erstaunliche Eigenschaft meines Computer-Nutzens fest: ich schiebe in regelmäßigen Intervallen Dateien in so genannte “UNGEORDNET!”-Ordner und beginne dann neue Folder-Hierarchien, die jedoch wieder von “UNGEORDNET 2/3/4/5/…”-Ordnern geschluckt werden, um mit vorher genannten dann in übergeordnete “UNGEORDNET gesamt”-Ordner verfrachtet zu werden. Viel werden, viel Ordner in diesen Sätzen. Man sollte Programme erfinden, die für den Menschen ordnen. Man sollte, man sollte. Selbst sollte man. Den meisten Anhängern des Proletariats und besonders den Menschen der oberen 10.000 - obwohl zu bezweifeln ist, dass die Zahl derer, die zu dieser Gruppe zählen, tatsächlich auf eine so geringe Zahl zu beziffern ist - ist meist nicht bewusst, dass ohne diese “Einer müsste”-Haltung die Welt schon viel entwickelter wäre. Jeder, wie er kann. Jede, wie sie kann. Wir wollen ja hier nicht gegen das Antidiskriminierungsgesetz handeln. Kurios ist hierbei der Fakt, dass Unternehmen auch keine Suchen nach Sekretärinnen mehr inserieren dürfen, es sei denn, sie wiesen vor, dass die Sekretärs-Tätigkeit nach gesetzlichen Richtlinien nur von einer Frau ausgeübt werden darf/kann/muss. Auch wenn sie stimmen, alle Angaben ohne Gewähr. Es ist spät. Sandmann, lieber Sandmann, wann - da hört die Kenntnis auf. Schande. Wann ist es denn so weit? Wann kommst Du in der Zeit? Wo bekommt der Sandmann seinen Sand her? Es lebe der Kapitalismus. Wie schließt der Sandmann trotz des enormen Sandverbrauchs am Ende des Quartals mit positiven Werten? Entlassungsproduktivität (war mal Unwort des Jahres)? Steuerhinterziehung? Katie Melua macht nur in der S-Bahn durstig, nicht auf der Straße. Sorry, Katie. Wenn das Universum Tropical Islands wäre, wo kämen dann die Investoren aus Malaysia her? Am Abend bin ich nicht mehr Herr meiner Mausbewegungen. Ich lösche unentwegt wichtige Dokumente, verändere Bilder. Den Schaden bemerke ich erst am nächsten Tag. Ich sollte eine Abends-veränder-Sperre installieren. Schön wäre es, nein, vergessen wir das. Gestern hat mich Lina übrigens komisch angeschaut, als ich mal wieder schielte. Mit rechts klappt das schon ganz gut, an links arbeite ich noch. Arbeit macht auch mein Pflanzenforum. Ganz viele neue User auf einen Schlag, eine Freude, bedeutet aber auch: auf Wünsche der User/Mitarbeiter achten und Foren einrichten, Handling anpassen, Beiträge sortieren. Schick, zum Ordnen gibt’s jetzt auch schon zwei Moderatoren, die das ganz ordentlich tun. So viele Gedanken im Kopf. Ich muss schnell schreiben, gleich ist wieder Fahrschule. Da muss ich mich konzentrieren, damit ich die restlichen zwei Sonderfahrten noch hinter mich bringen kann und dann ab zur Prüfung komme. Habe mir diesmal auch Notizen gemacht für den Text, in meinem Terminkalender. Eigentlich nicht Sinn der Sache, helfen sie mir, alles hier ein bisschen zu strukturieren. Meine S-Bahn-Fragen von neulich sind noch gar nicht alle gestellt. Bin am Suchen. Nebenbei: Was singt der Chor in “Kyrie for the Magdalene?”aus dem Film “The DaVinci-Code”? Im Internet gesucht, nichts gefunden - ach, genau. Schule. Vor einer Woche angefangen, schon kehrt die alte Gestresstheit wieder ein, die ich in den Ferien überhaupt nicht vermisst habe. Weniger am Unterricht (Unterrischt), als an den mich dermaßen ankotzenden Schülern unseres Gymnasiums (peinlich) liegt es. Verrohung der Jugend - solch freche, arrogante und asoziale Kinder kennt man sonst nur von der Supernanny. Wenn ich nicht in die 300er- und 400er Räume müsste (in die 200er nicht mehr - Physik und Chemie glücklicherweise abgewählt), wäre es eine durchaus adäquate Lösung, sämtliche Bälger auf die stillen Treppen zu verfrachten. Interessant wäre es auch, gut - sollte ich hier lieber nicht schreiben. Dachte da an sowas Home-Shopping-Artiges á la Vakuum-Folienschweissgerät. Á la oder à la? Stellt sich immer wieder die Frage. Muss los. Fahrstunde. Wieder da. Würde ich eine Geschichte über mich gerade schreiben, finge diese etwa so an: “Er lag auf seinem Bett und starrte in das Kissen, auf das er sein Gesicht gepresst hatte. Alan Silvestris geniales Forrest Gump Theme tönte auf Klassikradio. Er schloss die Augen und atmete tief durch.” Ja, so ging’s mir eben. Erschöpft von der Woche, von der mich ständig umschwirrenden Unruhe. Schrecklich. Dabei ist Freitag. Früher habe ich da immer Comedy geguckt auf RTL oder SAT.1 - das war mal. Seit mir faulheitsbedingt vor vielen Monaten der Receiver und somit die Fernsehmöglichkeit seitens meiner Mutter geraubt wurde, fühle ich mich freier. Fernsehen kann ja so anstrengend sein. Zwar könnte ich im Wohnzimmer schauen, aber warum? Will ich angeschnauzt werden: “RUFEN SIE AN!! Ist denn da niemand in der Leitung? Sie wissen das doch! Greifen Sie zum Hörer!! Der Hot Button wird jeden Moment zuschlagen!”? Interessiert es mich, wie sehr handgefertigt diese “putzige” Porzellan-Puppen-Monster namens Jaqueline, Yessica und Thorben bei QVC sind? Man kann ohne Fernsehen auskommen. Gabs mal einen stern-Bericht. Filme kann man auch auf DVD schauen. Natürlich gibt es auch gute Sender wie 3.sat - da kann durchaus eingeschaltet werden. Mein Leben kommt mir in letzter Zeit so surreal vor (Drogen waren nicht im Spiel). Es gewittert, im Radio dazu der Soundtrack von The Ours. Jetzt habe ich tatsächlich Ours statt Hours geschrieben. Beschämend. Meine Augen fallen immer wieder zu, es ist Punkt 19.30 Uhr, die Stunden vergehen wie die Hours im Radio. Der Regen strömt, ein Zug durchfährt im übertragenen Sinne mein Gemach. August - es hagelt! Morgen ist Einschulung für die ABC-Schützen. Und andere wundern sich, wo die Terroristen herkommen. Ha, ha. Tusch. Sintflut. Meine Sätze sind immer kurz, soll das so sein? Ist das ein Innerer Monolog oder eher ein Gedankenabriss eines - ich überlege - Verrückten? Das ist kein Profil mehr. Das ist mein Wetter. Ich fotografiere, Katastrophentourist nannte sie mich. Pazifistische Streichermelodien begleiten den unablässig grollenden Donner da draußen, vor meinem Fenster. Das Plätschern, “Abendbrot ist fertig”. Ja sage ich. Das ist nicht mehr normal, doch bin ich mir bewusst, dass ich schreibe, was ich schreibe. Ich starre auf den Bildschirm, die Finger wandern über die Tastatur. Dafür gab’s 1993 den Oscar, für Rachel Portman, sagt Florian Schmidt von Klassikradio. Na los. Ich soll essen kommen. Essen fertig. Lasagne gabs. Ich könnte hier 24 Stunden weiterschreiben. Vieles geht mir durch den Kopf. Gedankenverlust, das ist sowieso das Schlimmste. Nicht notiert zu haben, was in einem vorgeht. Das ist wie nicht gelebt zu haben. Meine bisherigen Gedanken hier, das sind 16.457 Bytes zusammengeschriebene Gehirnströme. Wieviel werden es später sein? Ich weiß es nicht. Ich werde diesen Text auch nicht noch einmal durchlesen, das gliche Manipulation. Ist das intellektuell, was ich schreibe? Immerhin riecht nach Schuhdeo, gegen das Texas Lightning im Lautsprecher des Rechners meiner Mutter mit “No, no, never” rebellieren. In meiner Sprachbiografie, die ich im 2. Semester für Deutsch-LK anfertigte. Muss ich suchen. Auf gut Glück nach Sprachbio gesucht, sofort Sprachbio.doc gefunden. Dort schrieb ich: “Als Freude empfinde ich es, Synonyme für in meinem Wortschatz bereits vorhandene Wörter zu lernen, aktuellstes Beispiel dafür ist der Ausdruck „perhorreszieren“, der in etwa „verabscheuen“ bedeutet und in Theodor Fontanes „Irrungen, Wirrungen“ vorkommt. Mein Ziel ist es, in einem höheren Sprachniveau, besonders im Alltag, mit anderen Menschen kommunizieren zu können.” Das sollte jeder tun. Es gibt nichts Schöneres, als den eigenen Sprachschatz zu erweitern. Ich soll aufräumen, nicht schreiben. Es gibt so viel zu erzählen. Ich schreibe gerade eine Zivildienst-Anfrage, die ich an den Botanischen Garten schicken möchte. Dienst an der Waffe verweigern, das tue ich prinzipiell nicht. Es ist mir schlicht und einfach egal. Der Grund für meine Entscheidung liegt vielmehr darin: Sport. Das tue ich mir nicht an. Mir reicht es, auf dem Mountain-Bike durch den Wald zu fahren. Mehr Sport - nein danke. Ich werde wohl aufräumen müssen. Etwa 3000 Wörter bis hier. Es hält sich noch in normalem Rahmen. Ich habe nachgedacht in letzter Zeit. Das Gedachte staut sich auf meinem Schreibtisch, mit grünem Folienstift auf laminiertes Papier gebannt. Es kann nicht entkommen. Kleiner Nachschub: Kathi degradiert die auf Klassikradio laufenden Klavierkompositionen (die sie durch das Telefon hört) als Klomusik. Meine besten Freunde sind Florian Hunzenbrödl und Dieter Hollenach, wobei letzterer leider in Mitteldeutschland lebt und ich ihn daher nicht so oft besuchen kann. Es ist dunkel. Der Blitz umrahmte die Haltestelle in gleißend glänzendem Orange. Vielleicht auch nur Spass und anderes sonderpädagogisch-wissenschaftspropädeutisches Gehabe am Solaris-Gefährten (dieser Form-Fehler ist gewollt, da er zum besseren Textverständnis beitragen könnte!). Sind wir nicht alle ein bisschen bloggy? Mir fällt soviel zum schreiben ein, aber die Zeit. Die Zeit. Sie gerinnt in meinen tastaturberührenden Fingern. Denk mal drüber nach. Da denkt man, dann denkt man, man denke, man denke wirklich. Denkt man auch. Dann ist Boxenstopp im Kopf. Plötzlich ist alles orange. Was Literaturkritiker hier alles reininterpretieren könnten. Tun sie aber nicht. Noch, noch? Nicht. Das Komma drängt sich, seinen, Weg, unerwünscht, in, den, Satz. Hinein. Küste! Land! Von Menschenhand erschlaffen, schlaffen, Hand um das Gewand mit Basilikum aus Pfeffer im glühenden Strahl. So sinnentleert, so träge. Wann, wann? No idea. Waste of time - mine is the time as I spent the time while I was sleeping. In time! No! Unbelieveable! This is amazing, gorgeous! Flickr lässt seine Federn herab. Und grüßt aus der Ferne. Enya singt. Das Wasser um ihren Kopf wird - überleg mal - traurig. 24,90 ist die Bilanz! 24,90! Und 27 will der Wurm. Er frisst sich durch Holz. Armer Tropenwald, für Kitsch zu sterben. Mme J’aime! Als sie das Mme an die Tafel schrieb und dazu “je suis là” dachte ich Französisch wäre schwer. Trundle frisst sich durch den Energiesparlampenwald, es riecht danach. BANG!! Warum 0 Uhr 9? Elrond hätte seinen Spaß mit ihr. Denk mal drüber nach. Ja. Ich gebe auf. Übrigens: ich habe die Initiative gegen den Verfall der deutschen Sprache gegründet. Abscheuliche Bilder (inhaltlich, wohlgemerkt) sind [[http://floriansiebeck.com/initiative-gegen-den-verfall-der-deutschen-sprache/galerie|hier]] zu betrachten - sodann, auf ich reite. Am Donnerstag habe ich ihn! Oder auch nicht. Das hängt von mir ab. Willenskraft. Damit <del>assoziiere</del> bringe ich immer “Du bist De………” in Verbindung. Was sowas anrichten kann. Das ist der 26., nicht? N’est pas! Urte berri on! Das ist baskisch und bedeutet Frohes Neues. Das ist auch bald, schau mal einer an. Also ich hab ihn jetzt doch nach exakt 34 Fahrstunden à 80 Minuten. Den Führerschein. Ab 17. Überleg’ mal: 2720 Minuten (45,3 Stunden) im Auto sitzen; 91.4 hören müssen. 2720 Minuten “Wie fährst du denn?” abwechselnd mit “Ist dir klar was du gerade gemacht hast?” auf mich einwirken lassen. Hui. Es ist inzwischen 2007, das Bond-Jahr - nicht dass ich ein großer Bond-Fan wäre, dazu fehlt es zumindest den Filmen viel zu sehr an Fundament (in my so humble opinion), das alte Jahr Vergangenheit (eigentlich ist gestern ja auch Vergangenheit.) bzw. “Geschichte” und ich habe seit geraumer Zeit nicht mehr am Profil geschrieben. Keine Zeit gehabt. Vergessen? Vielleicht. Leider. Habe mich inzwischen bei Jappy.de angemeldet, um etwas Intellektualität dort zu verbreiten (außer Low-Level-IQ-Gesprächen und (prä-)pubertärem Gesabbel gemischt mit abartig glitzernden GIF-Animationen und Liebkosungen von Usern für User, die einen Gästebucheintrag in deren Profil getätigt haben ist dort nichts zu finden, was auch nur den leisen Anschein einer wenigstens geringfügig intelligent erscheinenden Gemeinschaft wecken könnte), bin leider gescheitert. Mausizwei (”w 53″), das weiß ich mittlerweile, plant eine Familie; zwar nicht in näherer Zukunft, dafür vielleicht, wenn sie das Alter von 85 Jahren überschritten hat und sich nach ihrer Scheidung (dem Profil zu entnehmen) endlich einer Beziehung gewachsen sieht. Ihr Profilbild lässt erahnen, dass ihr eine Dauerrolle in “Hinter Gittern - der Frauenknast” lebenslänglich gesichert scheint (obwohl das ja jetzt abgesetzt werden soll - Quelle: Jappy), da ist für mich schwer verständlich, warum mein künstlerisch angehauchtes Silhouetten-Bild von den BigBrothers als “Funbild” abgetan und nicht freigeschaltet wurde. Ich erklärte einem 16jährigen Mädchen, dass Safran ein aus Winterblühern gewonnener Saft sei, der auch mit “Hartz (IV)” vermengt werden könne, woraufhin diese mit “ok” antwortete und ihrer Unbildung noch stärkeren Ausdruck verlieh, als sowieso bereits durch vorangegangene Gespräche über Jappy-Bekanntschaften (ich wies sie darauf hin, dass sie eine Person zum “flirten” suchte, und fragte sie, warum sie das ausgerechnet bei Jappy tue; sie erwiderte harsch, sie sei vergeben und werde ihren Status sogleich ändern, wonach ich ihr riet, diesen auf “Flirt” zu belassen, da Beziehungen von Jappy-Mitgliedern [bezüglich des Bildungsgrades und des aus einer durchschnittlichen Hü-Hott-Stimmung resultierenden Bindungsgemüts] meiner Einschätzung nach sowieso im Scheitern begriffen seien; sie antwortete sogleich und drückte mir zu meiner anfänglichen Verwunderung ihre Zustimmung aus, beließ alles beim Alten) hervortrat. Ein Junge (17) schrieb mich an [bleibt zu erwähnen, dass alle entstandenen Gespräche ihren Ursprung NICHT bei mir fanden] und meinte, meinem Nutzernamen nach würde ich sofort “mit jedem in die kiste springen, wa?” (der Nickname sei an dieser Stelle belanglos vom Leser hinzunehmen, ist völlig harmlos aber neueren Kenntnissen zufolge anscheinend zweideutig zu betrachten, obwohl ursprünglich aus einer Laune ohne weitere Gedanken entstanden) und sei aller Wahrscheinlichkeit nach […] (habe ich mir nicht gemerkt, zu unschlüssig, aber auf Fortpflanzungstrieb beruhend). Jetzt wird das wieder mal so ein langer Text, immer in der Nacht. Man müsste, Pardon, gelegentlich einfach mal seine Seele auskotzen. Nun gab es da noch Jappyerin A[…], die zu jedem Anlass in mein Gästebuch schreibt, ich suche dann im Internet nach den kitschigsten, ekligsten, glimmernden und absolute Geschmacksverätzung hervorrufenden GIF-Animationen, die ich [zu ihrer großen Freunde (?!), achja: je mehr “gb”[= Gästebucheinträge], desto höherer Jappy-Status, verstehe.] in A[…]s Gästebuch posten kann. Mittlerweile habe ich schon von einer fetten, ich denke das Wort “Tussi” trifft es am besten, Jappy-Süchtigen (soviel Zeit möchte ich mal haben!) mit In-BH-und-mit- lasziver-Haltung-Profilbild Glückwünsche zum neuen Jahr bekommen und auch schon 0,07 “Credits”. Aha. Schick. Endlich mal das kennengelernt, was sich aus persönlicher Haltung meinerseits negative Seite des Web 2.0 nennen lässt. Google Adsense schön auf den Seiten verteilt, die Umsätze möcht’ ich mal sehen. Oder wird das äquivalent zum Traffic, der durch den geistreichen Jappy-Chat oder die Galerien entsteht, ausgewogen? Nun gut, höre ich auf, über “die Internet-Community” (sehr aufschlussreiche Beschreibung), zu schimpfen. *gedankenausblend* heißt das im Jappy-Jargon, und ich schätze, 99,86% der User des Dienstes ist nicht einmal bekannt, dass diese Art des Schreibens als Erikativ bezeichnet wird. Das Wort “leger” will ich heute noch in diesen Text einbringen. Done. Ja! Ich höre ja schon auf mit den Anglizismen. Ich sollte mich mal unter meine mit Gunga-Bettwäsche bezogene Decke legen und die Äuglein schließen. Schließlich freuen sich morgen wieder Milch, Joghurt, Käse und andere “Frischeprodukte” auf mein Erscheinen im Kühllager. Der prefekte Ort, um einen Tag über die Gedanken streichen (ziehen?) zu lassen und sich in die Denkweise eines Jappyaners (pfui!) hineinzufinden. Gang rauf, runter; Aufträge ohne Widerrede befolgen, beschuldigt werden, irgendetwas getan zu haben, obgleich dem so ist oder nicht (akzeptier’ es! - das kennste, Jaro, n’est pas?), einfach Produkte packen und am besten über Nichts nachdenken. Nada. Rien. Ne, va, plus. In diesem Sinne “good night and good luck”. 0:54. Und Mini-DV-Kassetten sollte ich bei Gelegenheit digitalisieren. Sweet 17 (Huldigung an Tamara). Ne, Tamara ist dann doch doof. Wo ich im Augenwinkel gerade Gunga-Bettwäsche sehe: ich habe jetzt ganz neue von IKEA, mit Blumen in grün und gelb. Aber schönes Grün. Pflanzengrün. Richtig stylish halt. Oder war das schon wieder Mainstream? Aufpassen! Klimawandel! Hier stehen Buchstaben. Wäre ich nicht so müde, würde ich sagen, es seien q, w, e, r, t, z, u, i, o, p und ü hintereinander! Das war eine motorische Schwerstübung. Hilfe, was schreibe ich wieder für Schwachsinn. Aber dazu ist das ja da. Acarécevamor. Die Individualität pocht da wie ein kleiner Sprecht am Henkel, der die Augen vor sich selbst zu verschließen glaubt. Weimar ist schön. Falls ich mal sterbe (das tue ich gelegentlich für gutes französisches Essen), möchte ich bitte mit einem Backup meiner Homepage in Form eines portablen Datenträgers bestattet werden. Das gilt nicht, falls ich im Regenwald an einem Affenbiss sterbe. Verende. Verende klingt besser, ein wenig dramaturgique. Hat was von Perversität an sich, nur einen Hauch, auch der animalische Anklang darf nicht verschwiegen werden. Und mit Schrecken stellte ich fest, dass ich jählings (dieses Wort kommt einer divinen Ausgeburt der deutschen Sprache gleich und ist in jedem Kontext einfach wundervoll!) meine Gedanken auf eine steigende Anzahl von Wiki-Artikeln verteile, ich verliere den Überblick! Und ich habe gerade eine schreckliche Eigenart von mir festgestellt: ich gebe Domainnamen von Großkonzernen absichtlich falsch ein (Rauslassen eines Buchstabens, etc.), um zu sehen, ob die Firmen auch Falsch-Domains registriert hatten, um eine höhere Nutzerzahl zu erreichen. Der Mund öffnet sich zum abschließenden Gähnen und wieder einmal überdenke ich den tieferen Sinn dieses Profils. Und überlege, warum ich immer nur abends schreibe, woraus sich erklären lässt, warum hier sämtlicher Text zum Großteil belanglos, unlogisch aber doch irgendwie nett zu sein scheint. Chiara Velamonte, so habe ich übrigens mein neuestes Werk mit richtigen Sätzen und einer stringenten (ich liebe dieses Wort) Handlungsführung benannt. Es ist ein Drama. Laut Volker Klotz ein offenes, aber ich lasse mich in keine Schublade stecken! Eine Szene ist bereits fertig. Den Rest muss ich mir noch aus dem Kopf saugen. Müde. Nacht. Meine Knie sind asymmetrisch! Ich habe einen neuen Spitznamen. “Hörnschen” nennt mich Dési jetzt immer. Mittlerweile studiere ich und sitze grad in der Uni. Einige Sinnkrisen sind durchlebt und doch ist irgendwie alles anders und alles neu. Ich bin mal wieder müde. Neulich gab es den ersten Schnee. Zuerst wurden die kahlen Bäume von der warmen Herbstsonne angestrahlt, es waren die letzten Sonnenstrahlen der Saison. Als die ersten Flocken fielen, verlief der Himmel in wunderbarer Harmonie von Weiß nach Schwarz, mit leicht blauem Teint. Immer intensiver fiel der Schnee, und war doch nicht von Dauer. Und als die eisige Kälte der frischen Winterluft über meine Wangen strich und sie leicht färbte, da war es da. Das Gefühl von Einsamkeit, das die winterliche Depression eröffnet. Mein Gott, wie lange ist das letzte Update dieses Profils schon her. Ich stelle mir die Frage, ob es dadurch nicht zu unstrukturiert (wobei von Strukturiertheit hier eigentlich keine Rede sein kann) wirkt oder inauthentisch wird, weil ich immer nur in manchen Phasen meines Lebens schreibe. Ich habe gerade gemeinerweise etwas hochgescrollt um zu erahnen, wo ich stand. Scheinbar schon beim Studium. Muss ich da noch mehr erwähnen? Dass ich ein paar Einsen (ich mag es nicht, wenn man “Einser” sagt, ich glaube das machen auch nur Autoren von Jugendbüchern) bekommen habe, die im Endeffekt nicht zählen, weil im ersten Semester alles nur Präsenznoten sind? (Ich nenne sie Präsenznoten, weil ich nicht weiß, wie die wirklich heißen. Quasi sind das nur Nachweisnoten, dass man dem Unterricht beigewohnt hat und wenn man nicht schlechter als vier ist, hat man bestanden.) Trotzdem bin ich unzufrieden. Ich bin immer Derjenige an zweiter Stelle. Das ist kein Pauschalurteil, vielmehr meine ich damit: eine glatte 1,0 schaffe ich nie (ausgenommen mal einige Abinoten und vereinzelte Klausuren – bzw. habe ich im Social-Software-Kurs eine 1,0 bekommen am Ende, aber eigentlich ist das nur eine 1,06 oder so). Das fährt sich auch fest. Ich bin immer der 1,3er. Das war schon in der Schule so. Da hieß es: knapp vorbei ist auch daneben. Aber freu dich doch, das ist ja auch gut. Auf Elternsprechtagen, die ich immer schrecklich fand, weil meine Mutter auch Lehrerin ist und immer so unheimlich auf Wellenlänge mit meinen Lehrern, war die klare Devise: Der Florian, der ist ein Einser-Schüler (ja, Einsen-Schüler klingt dann doch nicht so toll). Wenn er sich nur mal anstrengen würde. Der Florian macht alles mit Elan, was ihm Spaß macht. Sobald ihn aber etwas nicht interessiert schaltet er ab, und das schadet seiner Note. Ich bin mir dessen auch voll bewusst. Einmal habe ich im Mathetest ein Essay über bedrohte Pflanzenarten auf Teneriffa geschrieben, weil ich keine Zeit zum Mathe-Lernen hatte (ich hatte ja für die Teneriffa-Arbeit recherchiert!). Obwohl das unserem Koalabärhemdträger zusagte, bekam ich eine schlechte Note. Irgendwie habe ich aber auch keine Lust, beste Noten zu bekommen. Andere Menschen sind da immer so strebsam und manierlich, aber ich denke mir: das zeigt doch nur, dass man nicht perfekt ist, oder? Und dann fange ich an nachzudenken. Aber schnell höre ich wieder auf damit. Ändern kann ich es eh nicht. Ob ich in der Schule für Französischklausuren gelernt habe oder nicht, es war am Ende immer eine 3+. Nur in der letzten habe ich eine 2- bekommen. Seit einem Monat etwa rede ich nicht mehr mit Anjessa. Habe da vorhin mit Kathi drüber geredet und bin zu keinem Schluss gekommen. Ich habe manchmal das Gefühl, wenn man in einer anderen Stadt anfängt zu studieren, verändert man sich nur geringfügig. Ich glaube, vielmehr verändern sich die Leute in der Heimat und erwarten eine Veränderung des Weggezogenen, die sie in ein Verhalten hinein zu interpretieren versuchen. Wenn ich links auf die Navigationsleite schaue, starrt mich immer dieses komische Bild von mir an. Wusste gar nicht, was ich dem User da zumuten wollte. In letzter Zeit sagen mir immer mehr Leute, ich redete zu geschwollen. Dabei will ich doch nur nicht immer diesen Einheitsbrei schreiben, sondern anderen Wörtern der wunderschönen deutschen Sprache die Chance geben, mal gelesen zu werden. Mich enttäuscht es, dass ich immer seltener neue Wörter lerne. Man kann das auch nicht lernen, man muss die Worte treffen, sich mit ihnen unterhalten und sie dann behutsam in den Wortschatz aufnehmen. Neu dabei ist seit kurzem “Chupze”, das kommt aus dem Jüdischen und bedeutet so etwas wie penetranter Charme, habe ich gelesen. Das beschreibt mich glaube ich ganz gut. Jetzt denkt wieder jeder, ich bin eingebildet. Wie dem auch sei, gerade habe ich überlegt, was eigentlich Regina Zindler macht, die Maschendrahtzaun-Tante. Aber jetzt gehe ich ins Bett. Und da bin ich wieder, an einem 10. Mai 2008 um vier Uhr dreiundvierzig. Gerade habe ich auf Spiegel Online vom Henri-Nannen-Preis gelesen, und dieser Bericht hat mich in meiner vorhin wieder aufgequollenen Grundhaltung verstärkt, dass wir sowieso alle in einer Metakultur leben, deren Grenzen zerfließen mit dem Nirvana. Ein komischer Gedanke, dass das, was jetzt da ist, irgendwann nicht mehr ist. Vanitas, so haben wir das im Kunst-Unterricht beigebracht bekommen. Ich meine, ich höre beispielsweise gerade Duffys “Warwick Avenue”, ein wundervoller Titel – auch wenn manche sie der Pseudo-Amy-Winehouserei bezichtigen, mich berührt sie umso mehr – aber bald, da wird das nicht mehr sein, wenn vielleicht ein Meteorit die Erde trifft. Oder mein Blog. Abgesehen davon, dass den eh fast niemand liest, was mich auch nicht weiter stört, was passiert denn dann mit den Inhalten, wenn die weg sind, oder was ist mit Menschen, die vor Jahrhunderten – Jahrtausenden! gelebt haben, die was erlebt haben, und wenn es nur ein kleiner Moment war, an dem das Schloss Versailles in der frühen Morgendämmerung schimmerte, was ist damit, wenn ich das hören will, erfahren will. Es ist weg. Das ist immer so eine passiv-opportunistische Stimmung mit pessimistisch angehauchtem Beigeschmack.